Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Ungewöhnlicher Genuss der ganz besonderen Art

Konzert Ungewöhnlicher Genuss der ganz besonderen Art

Ein Hauch von Siebenbürgen wehte während des Auftritts der vier Musiker des rumänischen Barockensembles „Transsylvania“ durch die Schweinsberger Kirche.

Voriger Artikel
Großes Fest mit kleinen Neuerungen
Nächster Artikel
Wo die Energie-Multis draußen bleiben

Zoltán Majó (von rechts), Ciprian Câmpean und Erich Türk begeisterten das Publikum in Schweinsberg.Foto: Kai Erdel

Schweinsberg. Allein die Lebensläufe der Musiker zeugte von ihrem großen Können - und die Mitglieder des aus Cluj (Klausenburg) stammenden Barockensembles „Transsylvania“. enttäuschten nicht.

Zoltán Majó an der Flöte ist Dozent an der Gheorghe-Dima-Musikakademie und der Babes-Bolyai-Universität in Cluj sowie künstlerischer Leiter des Cluj-Festivals für alte Musik. Erich Türk, Cembalo und Orgel spielend, ist ebenfalls Dozent an der Gheorghe-Dima-Musikakademie und Gewinner des Publikumspreises des Bach-Orgelwettbewerbs 2000 in Brügge. Am Cello begeisterte Ciprian Câmpean, der unter anderem der Staatsphilharmonie Cluj angehört. Komplettiert wurde das Ensemble von Mátyás Bartha an der Violine, seit 2001 ständiges Mitglied des Sinfonieorchesters Basel.

Besonders beeindruckte das gekonnte Zusammenspiel der Künstler, die bereits seit 1995 das gemeinsame Ziel haben, die Siebenbürger Musik einem breiten Publikum bekanntzumachen. Seit 1999 hat das Ensemble sich darauf spezialisiert, klassische Stücke mit Nachbauten historischer Instrumente zu spielen.

Die Besucher der fast vollständig besetzten Kirche nahmen sie auf eine musikalische Reise durch das Europa des 18. Jahrhunderts mit, die in Siebenbürgen endete: beginnend in Preußen mit Johann Joachim Quantz, Flötenlehrer und Hofkomponist von Friedrich dem Großen, über die Französin Anne Danican-Philidor, einem Stück aus dem Notenbuch des Siebenbürger Grafen Ladislaus Szekely bis hin zum Venezianer Antonio Vivaldi ging diese musikalische Reise.

Der zweite Teil des Konzertes war dem 1738 vom Siebenbürger Joseph Fazakas Krizbacenis verfassten Notenbuch gewidmet.

Nach einen Orgelstück eines unbekannten Komponisten führte das Ensemble eine Sonate von Arcangelo Corelli auf. Den Schluss des Konzertes bildeten exotisch klingende Siebenbürgische Tänze aus dem 18. Jahrhundert.

Die großartige Leistung der Künstler wurde vom begeisterten Publikum mit nicht enden wollenden Applaus gefeiert. Als Zugabe spielten die Musiker , „Ein kurzweiliger Schwank“ des zeitgenössischen Komponisten Hans Peter Türk - dem Vater von Erich Türk - der das Stück anlässlich des 700. Geburtstag von Till Eulenspiegel komponiert hatte.

von Kai Erdel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr