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Unbekannter vergiftet tausende Fische

Giftattacke Unbekannter vergiftet tausende Fische

Ein Unbekannter drang am Sonntagmorgen in die Teichanlage Großseelheim ein und vergiftete mehr als 2000 Fische.

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In den Bächen rund um Kirchhain wird es im kommenden Jahr weniger Forellen geben. Der Fischreiverein kann nach einer Giftattacke sein Zuchtziel nicht mehr erreichen.

Quelle: Archiv

Großseelheim. Der Täter leitete um kurz nach 6 Uhr eine Chemikalie in den Teich. Damit verätzte er 130 Regen- und Bachforellen, sowie Bachseitlinge, welche wegen ihrer genetischen Beschaffenheit zur Zucht mehrerer tausend Tiere vorgesehen waren.

Vom ersten Teich breitete sich das Gift auf einen zweiten aus, in dem 2000 Regenbogenforellen schwammen. „Es ist ein schwarzer Tag für uns“, sagte Erik Simon vom Fischerei Verein am Abend. Die Vereinsmitglieder mussten mit ansehen, wie ihre Zucht vereendete: „Die Fische haben schwarze Flecken auf dem Rücken, ihre Flossen und Kiemen sind verätzt – die Tiere sind jämmerlich gestorben.“

 

Die untere Wasserbehörde befürchtet zudem, dass der angrenzende Bach, die Wirft, ebenfalls kontaminiert ist. Laut Simon war das schon der zweite Anschlag auf den Fischereiverein. Am fünften August habe vermutlich derselbe Täter  mit einer Giftattacke 10 000 Jungfische vergiftete. Weil die Polizei das Verfahren damals einstellte, trafen die Fischer Vorkehrungen: Sie installierten eine Überwachungskamera. Diese hat den Täter am Samstagmorgen erfasst und Erik Simon sagt, er könne den Mann identifizieren.

von Thomas Strothjohann

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