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Unbekannte legen mehrere Hochsitze in Trümmer

Sachbeschädigung Unbekannte legen mehrere Hochsitze in Trümmer

Zerstörte Hochsitze und illegale Müllentsorgung nehmen insbesondere im Jagdrevier Niederklein zu.

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Dieser Hochsitz im Revier Niederklein wurde von einem Unbekannten schwer beschädigt. Foto: Sophie Kaufmann

Niederklein. Jagdpächter aus Schweinsberg, Amönau und inzwischen auch Niederklein fragen sich, was die unbekannten Täter zu ihrem Vandalismus an Hochsitzen veranlasst: „Der Zirkus geht schon das ganze Frühjahr so“, ist der Revierpächter aus Niederklein aufgebracht. Er hatte es bisher mit Vandalismus, Diebstahl, Sachbeschädigung und illegaler Entsorgung von Astwerk und Gartenschnittabfällen zu tun.

Zwei Hochsitze wurden demoliert. „Die stationäre Kanzel sieht aus als wäre ein Flugzeug hindurch geflogen“, beschrieb der Revierinhaber den Anblick. Dort müsse der ganze Aufbau erneuert werden, denn die Tür sei rausgetreten worden, die ganze Seitenwand nicht mehr vorhanden und die Sitzbretter lägen quer auf dem Hochsitzboden verteilt.

Bei einer anderen fahrbaren und gummibereiften Ansitzmöglichkeit, die zur Abwehr von Schwarzwild in gefährdeten Regionen bereit steht und variabel ist, sind die Reifen zerstochen.

Bei einem Weidezaun, der der Verhütung von Wildschaden in Sonderkulturen wie Kartoffeln oder Mais nützen soll, wurde das Batteriegerät geklaut.

Mitten im Wald, im Bereich Todtenmühle-Plausdorfer Tor, lagen plötzlich Astabfälle von Birken und Fichten. Die Menge entsprach circa drei Ladungen eines Kleintransporters. Sie wurden auf den Weg gekippt, sodass die Schneise für Rückefahrzeuge nicht mehr befahrbar war und die Jäger keinen Durchfahrtsweg mehr hatten. „Das Ordnungsamt kam dann mit einem Radlader und hat die Wege wieder freigeschoben“, erklärt ein Revierpächter.

„In letzter Zeit wurden im Landkreis immer mal wieder Hochsitze angesägt oder umgekippt“, bestätigt auch Martin Ahlich, der Pressesprecher der Polizei. Doch eine Zunahme dieser Straftaten möchte er nicht bestätigen. Auch Andreas Sommer, stellvertretender Forstamtsleiter in Kirchhain, kann keine ähnlichen und flächendeckenden Ereignisse im Staatsforst bestätigen. „Es ist in unserem Forstamtsbereich wohl örtlich begrenzt“, sagt Sommer.

Die Revierpächter aus Niederklein aber beobachten die Vorfälle schon seit geraumer Zeit. „Ähnliche Ereignisse hatten wir bereits vor drei Jahren schon mal“, erinnern sie sich.

Hinweise von Beobachtungen, die mit der Tat im Zusammenhang stehen bitte an das Ordnungsamt Stadtallendorf, Telefon 06428/707-206 oder die Polizei in Stadtallendorf, Telefon 06428/93050.

von Sophie Kaufmann

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