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Ostkreis Umzug verzögert sich bis Ende 2015
Landkreis Ostkreis Umzug verzögert sich bis Ende 2015
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20:15 11.06.2013
Stadtallendorf

Zu Jahresbeginn hatte die Kommunalpolitik als „Herr der Finanzen“ grünes Licht für die Mehrkosten beim Bauhofsneubau gegeben. Der wird wohl zwischen 250000 und 400000 Euro teurer werden, da Boden-Altlasten eines früheren Schrottplatzes zumindest teilweise beseitigt werden müssen (die OP berichtete). Ursprünglich hatte die Verwaltung schon mit Baukosten von rund 4,9 Millionen Euro kalkuliert.

Architekten und Verwaltung haben inzwischen den Zeitplan für den Neubau angepasst. Unter dem Strich führt die Altlastenproblematik zu einer Zeitverzögerung von rund einem Jahr. Erst Ende 2015, so der Stand der aktuellen Planung, werden die Mitarbeiter der beiden Bauhöfe I und II am gemeinsamen Standort einziehen können. Dies erläuterten Stadtwerke-Betriebsleiter Giselher Pontow und die Projektleiterin Susanne Fritsch vom städtischen Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien (DuI) gegenüber dieser Zeitung. Eine schlechte Nachricht ist dies vor allem für die Mitarbeiter es Bauhofs I, die seit Jahren auf den Neubau hoffen und warten. Die Unterbringung der Mitarbeiter dort gilt seit Langem als grenzwertig (die OP berichtete).

Wie vorgeschrieben hat die Stadt die Bäume, die den Neubauten auf dem Gelände des bisherigen Stadtwerke-Betriebshofs im Weg waren, noch im Februar fällen lassen. Danach wären Rodungen ohne Sondergenehmigung nicht mehr erlaubt gewesen.

Inzwischen liegt der allein zwei Ordner füllende Bauantrag samt zusätzlicher Gutachten beim Kreis, eine Abrissgenehmigung für die alten Hallen liegt bereits vor.

Die Stadtwerke hatten das Gelände aufgrund des ursprünglichen Zeitplanes schon weitgehend geräumt. Der Stadtallendorfer Wertstoff-Hof ist in der Oderstraße angesiedelt worden. „Es gab eigentlich nur am Anfang einige Leute, die sich verfahren haben. Der Umzug verlief problemloser als von uns erwartet“, sagt Pontow. Für die Betriebshof-Mitarbeiter und das Material haben die Stadtwerke unter anderem frühere Bundeswehr-Hallen im ehemaligen Treibstoffdepot angemietet. Der nächste Schritt wird der Beginn der Bodenarbeiten im Herbst sein. Dabei geht es vor allem um das Bodenmanagement für die Altlasten. Jede Schaufel Boden muss dabei nach einem festgelegten Raster bewertet werden. Gering belasteter Boden darf dabei sogar wieder verbaut werden. Alle Einzelheiten sind mit dem Regierungspräsidium Gießen abgestimmt worden. „Wir werden versuchen, so wenig wie möglich Boden zu bewegen“, erläutert Fritsch.

Erst im nächsten Frühjahr beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten für neue Gebäude und Hallen. „Wir bauen technisch anspruchsvollere Gebäude, was Zeit brauchen wird“, sagt Susanne Fritsch. Einen „Einzug auf Raten“ in bereits fertiggestellte Hallen im Laufe des Jahres 2015 hielten Fritsch und Giselher Pontow nicht für sinnvoll. Der neue Bauhof soll in einem Zuge bezogen werden.

Wäre es nicht doch sinnvoller gewesen, einen neuen Standort für den Bauhofs-Neubau zu suchen? Pontow sagt Nein und verweist darauf, dass die Stadt ein neues Grundstück hätte kaufen müssen. „Und auf dem alten Betriebshof-Gelände hätten wir wohl in jedem Falle die Altlasten sanieren müssen“, unterstreicht er im Gespräch mit der OP.

von Michael Rinde

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