Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Umbuchungen sparen der Stadt Zinsen

Nachtragshaushalt Umbuchungen sparen der Stadt Zinsen

Ohne jegliche Diskussion verabschiedete das Stadtparlament den ersten Nachtragshaushalt, bei dem es eigentlich nur um eine Änderung bei der Kreditaufnahme ging. Die spart der Stadt Geld.

Voriger Artikel
Gerichtsverhandlung wird zu Werbeveranstaltung
Nächster Artikel
38-Jähriger bei Brand lebensgefährlich verletzt

Am Ende des Hessentages waren Mona-Lorena Monzien und Manfred Vollmer etwas traurig. Mit der Abrechnung des Festes rechnet der Bürgermeister am Jahresende.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Sieben Millionen Euro Investitionskredite waren im Haushalt vorgesehen. Doch von dieser Option machte die Verwaltung keinen Gebrauch und setzte viel mehr auf Kassenkredite. Ein Kassenkredit entspricht bei öffentlichen Haushalten in etwa dem Überziehungskredit bei einem privaten Girokonto – allerdings mit einem feinen Unterschied. Kassenkredite haben einen erheblich niedrigeren Zinssatz. Der liegt aktuell bei einem Prozent, der für Investitionskredite bei rund drei Prozent. Rund 10 Millionen Euro Kassenkredit hat die Stadt bereits aufgenommen.

Bisher lag die Grenze bei 15 Millionen Euro. Nach einstimmiger Verabschiedung des Nachtragshaushalts darf die Verwaltung bis zu 22 Millionen Euro Kassenkredit aufnehmen. Ob dieser Rahmen ausgeschöpft wird, ist unklar. Die Umbuchung von Investitions- auf Kassenkredite spart Geld. So dürfte Stadtallendorf etwa 250 000 Euro Zinsen weniger zahlen.

Ansonsten haben sich die Haushaltszahlen für das laufende Jahr laut Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) gegenüber dem Ursprungshaushalt kaum verändert. Bei den Gewerbesteuer-Einnahmen, finanzielle Lebensader der Stadt, erwartet Vollmer, dass es bei den angesetzten 21,3 Millionen Euro Einnahmen bleibt. Das wäre für Stadtallendorf zwar ein äußerst niedriger Stand gemessen an früheren Jahren. Im Jahr 2007 nahm Stadtallendorf 33 Millionen Euro Gewerbesteuer ein. Doch angesichts der Ereignisse der vergangenen beiden Jahre ist es aus Sicht der Stadt schon ein Erfolg, dass es keinen weiteren Einbruch oder hohe Rückzahlungen gibt.
Was die Hessentags-Abrechnung angeht, gibt es noch kein Ergebnis, zumal die Verwaltung auch vier Monate nach dem Fest noch auf Rechnungen wartet. „Ziel ist eine vorläufige Abrechnung bis zum Jahresende“, erklärte Vollmer auf Nachfrage.

Im Haushalt 2010 ist ein rechnerisches Hessentags-Defizit von insgesamt 5,38 Millionen Euro ausgewiesen. Insgesamt weist der Haushaltsplan ein Defizit von 8,6 Millionen Euro aus. Im Stadtparlament gab es keinerlei Debatte zum Nachtragshaushalt. Er wurde einstimmig beschlossen.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr