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Alte Tradition ist beliebt wie eh und je

Jahresausklang Alte Tradition ist beliebt wie eh und je

Wie lässt sich die Zeit zwischen den Jahren überbrücken, wenn Weihnachten vorbei, aber Silvester noch nicht da ist? Klar: mit dem Besuch der drei großen Märkte, die im Ostkreis stattfinden. Oder aber vor allem in Kirchhain: mit würfeln.

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Spaßige Tradition: das Würfeln zwischen den Jahren in Kirchhain.

Quelle: Florian Lerchbacher

Kirchhain. Über Jahrhunderte gibt es diese Tradition – so heißt es in der Kirchhainer Chronik. Einst trafen sich die Menschen in Bäckereien und Konditoreien, inzwischen gerne auch in Gaststätten. Drei Würfel knallen sie dabei mit dem Becher auf den Tisch – stets in der Hoffnung, dass zwei von ihnen einen möglichst hohen Pasch zeigen.

Hauptsache, die Mit- beziehungsweise Gegenspieler haben keinen höheren. Sonst geht‘s ins Stechen. Ein Croupier am Kopf des Tisches hat dabei, wie im Casino, den Überblick und kassiert die Einsätze. Vor dem Ersten Weltkrieg waren das zwei oder drei Pfennige – doch alles auf der Welt wird teurer. Da macht auch das Würfeln keine Ausnahme.

Hofften die Zocker früher, Brezeln und „Berjes“ – ein traditionelles Hefegebäck – zu gewinnen, so gehen heute auch Torten, Süßigkeiten, Wurst oder gar halbe Säue über den Tisch.

Doch eigentlich ist der Gewinn an sich egal: Der Spaß steht im Vordergrund – das haben auch die Menschen in der Umgebung gelernt. So knallen inzwischen vielerorts die Würfel auf den Tisch: mittlerweile auch in Sportheimen und Schützenhäusern. Ein ausführlicher Erlebnisbericht folgt.

von Florian Lerchbacher

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