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Ostkreis Tierquäler in Neustadt: Peta setzt Belohnung aus
Landkreis Ostkreis Tierquäler in Neustadt: Peta setzt Belohnung aus
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09:57 13.02.2018
Die Stadtverwaltung Neustadt veröffentlichte auf ihrer Facebookseite diese Foto eines gefährlichen Köders. Quelle: Stadtverwaltung Neustadt
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Neustadt

Die Polizei ermittelt mittlerweile in sieben Fällen, in denen ein Unbekannter gefährliche Köder in Neustadt ausgelegt hat (die OP berichtete).

 Nach wie vor bittet die Polizei Passanten und Hundebesitzer um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht. Verdächtige Köder bitte sofort der Polizei melden. Hinweise nimmt die Polizeistation Stadtallendorf unter der Telefonnummer 06428 / 93050 entgegen. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation Peta nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zu seiner Ergreifung und Verurteilung führen, aus. Dies teilte die Organisation am Dienstag mit. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. 

„Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner in Neustadt wieder sorglos spazieren geführt werden und im Garten laufen können“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Der Täter muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass mit scharfkantigen Gegenständen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

Erste-Hilfe-Tipps

Die Tierschützer geben Tipps zur Ersten Hilfe: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier könnte an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge sollte nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Im OP-Interview gibt Hundetrainerin Judith Dresselmann aus Lahntal Rat zum Thema Köder.

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