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Thierau propagiert mehr Bürgernähe

Bürgermeister-Kandidaten Thierau propagiert mehr Bürgernähe

Manfred Thierau verweist beim Werben um Wählerstimmen auf seine jahrzehntelange kommunalpolitische und verwaltungstechnische Erfahrung bei der Polizei.

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Manfred Thierau will die Gewerbeflächen im Gebiet Nord-Ost erweitern.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Bürgernähe steht ganz vorne auf Manfred Thieraus politischer Agenda. Auch auf der lokalen Ebene müssten Bürger wesentlich mehr Möglichkeiten zur Teilhabe bekommen, betont er. Thierau verwendet im Gespräch mit der OP immer wieder das Wort „Transparenz“ für das Handeln von Verwaltung und Politik.

Auf der Sachebene steht für den Kandidaten der Wählergemeinschaft Bürgerunion Stadtallendorf eine Erweiterung von Gewerbeflächen ganz oben auf seiner Prioritätenliste.

"Kind dieser Stadt"

Die Umgebung des Gewerbegebiets Nord-Ost wäre für ihn ideal geeignet. Erst recht vor dem Hintergrund, dass dort ein Anschluss an die Autobahn49 vorgesehen ist. Für dieses Gebiet hat Manfred Thierau auch noch andere Absichten. Dort könnte er sich idealerweise vorstellen, ein Kino und eine Diskothek anzusiedeln. Bezahlt und betrieben von Investoren, nicht von der Stadt, wie er betont. „Wir brauchen beides, um auch jungen Menschen ein breites Angebot machen zu können“, sagt er.

Beides sind Forderungen von Thierau aus der Stadtpolitik. Beides hatte er bereits als Republikaner gefordert, deren Fraktionsvorsitzender er jahrelang war.

Vor Gründung der Bürgerunion war Thierau dort ausgetreten, weil er sich mit den Zielen jener Partei nicht mehr identifizierte. Er bezeichnet sich ausdrücklich als „Kind dieser Stadt“, er sei in Stadtallendorf großgeworden. Auf einen intensiven Straßenwahlkampf verzichtet Thierau.

Kandidat will keine „Klinken putzen“

„Ich bin bekannt wie ein bunter Hund und immer im Gespräch mit den Bürgern“, so Thierau. Deshalb brauche er aus seiner Sicht nicht von Haus zu Haus laufen, um Türklinken zu putzen. Bei der Innenstadtbelebung, die er für dringend nötig hält, setzt er auf ein enges Bündnis mit der Werbegemeinschaft „Stadtallendorf aktiv“. „Im Moment passiert einfach nichts mehr“, so Thierau.

24 Jahre gehört er inzwischen politischen Gremien in Stadtallendorf an. Er ist Polizeioberkommissar und bei der Frankfurter Polizei im Beschaffungsmanagement tätig.

Schlammschacht vermeiden

Eine Zielrichtung ist für Thierau die Verwaltungsstruktur. Er kritisiert die Gesamtpersonalkosten von nach eigenen Angaben 13 Millionen Euro. Einschnitte will er bei der Besoldung von Stellen im höheren Dienst vornehmen - vorausgesetzt, dies ist bei Neubesetzungen möglich und zulässig. „Freiwerdende Gelder möchte ich gerne auf untere Lohngruppen umverteilen, aus formalem Gründen am ehesten über Zulagen beispielsweise“, sagt er.

Eine Wahlkampf-Schlammschlacht will Thierau vermeiden. Doch gefragt nach dem Amtsinhaber Christian Somogyi und worin er sich von ihm unterscheiden wolle, sagt er: „Ich würde vieles anders machen; wenn alle mit der Arbeit des Amtsinhabers zufrieden wären, gebe es nicht so viele Gegenkandidaten.“

Thierau gehörte zu denjenigen Stadtverordneten, die gegen höhere Kindergartengebühren stimmten. Er fordert jetzt, Kindergartengebühren nach den Einkommen der Eltern zu staffeln und spricht sich landespolitisch für eine gänzliche Abschaffung von Kindergartengebühren aus.

Beim Ausbau des Wohnraums wolle er auf Vielfalt setzen, gerade mit Blick auf den Bevölkerungswandel. Alten- und behindertengerechte Wohnungen seien dabei ebenso wie wichtig wie Bezahlbarkeit.

  • Wer bereits erschienene Berichte zur Bürgermeisterwahl noch einmal nachlesen möchte, findet diese hier.
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