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Tempo 30 ist nicht überall möglich

Verkehrsschau Tempo 30 ist nicht überall möglich

Ein großes Wunschpaket begleitete die Experten-Delegation bei der jüngsten Verkehrsschau in Kirchhain und seinen Stadtteilen. Nicht alle Wünsche nach neuen Regeln und neuen Schildern könnten erfüllt werden.

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Durchfahrt verboten heißt es jetzt auf dem Damm neben der Kirchhainer Reithalle. Beim OP-Ortstermin fuhren dennoch binnen einer Minute drei Autofahrer hier ins Rückhaltebecken. Foto: Mayer

Kirchhain. Das berichtete Benjamin Beule vom für den Straßenverkehr zuständigen Fachbereich Sicherheit und Ordnung vor dem Kirchhainer Parlamentsausschuss für Wirtschaft und Verkehr.

Insbesondere die gleichlautenden Wünsche aus den Ortsbeiräten der Stadtteile Emsdorf, Schönbach und Kleinseelheim, die Orte vollständig in Tempo-30-Zonen umzuwandeln, wurden von den Fachleuten abschlägig beschieden. Als Grund dafür nannte Beule den Umstand, dass durch alle drei Stadtteile Kreisstraßen führen. In Emsdorf seien dies sogar deren zwei. Kreisstraßen dürften jedoch nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung nicht zu Tempo-30-Zonen umgewandelt werden.

Dagegen sei die Anregung, in Anzefahr an der Schulbushaltestelle neben der Mehrzweckhalle Tempo 30 anzuführen, angenommen worden. Als Problem habe sich während der Verkehrsschau die Situation vor dem neuem Anzefahrer Feuerwehrgerätehaus erwiesen. Die auf der engen Zufahrtsstraße abgestellten Autos könnten bei einer Alarmierung das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr behindern, erklärte Beule.

Hoffnung gibt es laut Beule für ein Dauerärgernis in der Kernstadt. Auf beiden Vorwegweisern vor den Kreiseln unterhalb von Amöneburg fehlen Hinweise für den überörtlichen Verkehr, dass die B 3 über die Schnellstraße 62 erreichbar ist. Folge: Der von veralteten Navis geleitete Schwerverkehr verirrt sich immer wieder auf dem Weg Richtung B 3 in die Kirchhainer Innenstadt, die wegen der Baustelle am Bahnhof für den Schwerverkehr keine Querungsmöglichkeit in Ost-West-Richtung hat. So finden sich trotz Verbotsschild 40-Tonner in der verengten Brießelstraße und große Sattelzüge, deren Fahrer sich auf die Burgholzer Serpentinen verirrt haben. Wie Beule erläuterte, sollen die Vorwegweiser an den Kreisverkehren unterhalb von Amöneburg durch Hinweise auf die B 3 und auf das Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr in einem Teil Kirchhains ergänzt werden.

Bereits umgesetzt wurde auf Anregung des Kirchhainer Reit- und Fahrvereins das Durchfahrtsverbot über den Damm Richtung Reitgelände neben der Reihalle. An dieser unübersichtlichen Stelle war es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Autofahrern und Reitern gekommen.

von Matthias Mayer

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