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Teil der Homepage ist „Eheanbahnungsinstitut“

Stadterneuerung Teil der Homepage ist „Eheanbahnungsinstitut“

Ein weiterer Baustein im Kampf gegen die Leerstände steht: Auf der Homepage der Stadt Neustadt gibt es seit wenigen Tagen eine „Immobilienbörse“.

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Stadtentwickler Holger Möller steht vor dem Sorgenkind der Neustädter Altstadt, der Kreuzgasse 7.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Im Juli des vergangenenen Jahr beschlossen Neustadts Stadtverordnete die „Richtlinie zur Förderung von Altbausubstanz, Revitalisierung von Gebäuden, Baureifmachung von Innerortsflächen und Erneuerung beziehungsweise Modernisierung Ortsbild prägender Gebäude“. Sechs Anträge von Bürgern hat die Stadt bisher positiv beschieden und somit eine Förderung von 40.000 Euro auf fünf Jahre verteilt zugesagt. 4.000 Euro davon flossen im vergangenen Jahr, diesmal sind es rund 10.000 Euro. Je zwei der Vorhaben betreffen Gebäude in den Ortskernen von Mengsberg und Neustadt, und jeweils ein Gebäude in der Mitte von Momberg und Speckswinkel.

Die Stadt will so der weiteren Verödung der Ortskerne und damit auch einem Wegbrechen sozialer Strukturen begegnen. Und nun versucht sie auch noch als Vermittler aufzutreten: Als Teil des Stadtentwicklungskonzeptes hatte Holger Möller vom Kasseler Büro für Architektur und Stadtplanung ein Leerstandkataster entwickelt, das ungenutzte Gebäude aufzeigt. Nun ging er in Zusammenarbeit mit Anja Ceulaers von der Hessen Agentur Stadtentwicklungsgesellschaft mbH den nächsten Schritt und verankerte auf der Homepage der Stadt eine Immobilienbörse, um eventuellen Interessenten verschiedene Objekte näher zu bringen – denn genau darin lag das Problem, als die Stadt auf einer holländischen Internetseite alte Fachwerkhäuser anbot: Zwar kamen Anfragen aus dem Nachbarland, die Neustädter konnten jedoch weder Anschauungs- noch Informationsmaterial zur Verfügung stellen.

Bei der Börse treten Möller und die Stadt Neustadt nicht als Makler auf sondern als Vermittler. „Wir möchten die Menschen, die auf der Suche sind, mit Neustädter Bürgern verknüpfen, die Gebäude besitzen, die leer stehen und nicht mehr gebraucht werden“, sagt der Stadtentwickler. Als „Eheanbahnungsinstitut“ bezeichnet Groll das Büro Möllers mit einem Augenzwinkern.

von Florian Lerchbacher

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