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Tegut verlässt Stadtallendorf

Schließung Tegut verlässt Stadtallendorf

Der Handelskonzern Tegut gibt seine Filiale in der Stadtallendorfer Stadtmitte definitiv zum Jahresende auf. Damit droht der Innenstadt ein weiterer empfindlicher Rückschlag.

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Die Bodenplatte wurde schon vor fünf Monaten gegossen. Seitdem fehlen Parkplätze. Kunden bleiben fern.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Seit wenigen Tagen passiert an der Baustelle Ladengalerie in der Stadtmitte wieder etwas. Vorher herrschte dort seit Jahresbeginn Stillstand. Wo das Gebäude entsteht, befanden sich bis Dezember Parkplätze. Mit dem Wegfall dieser Parkplätze begründet das Fuldaer Handelsunternehmen Tegut seine Entscheidung, die Filiale mit einer Verkaufsfläche von 2.000 Quadratmetern in der Stadtmitte aufzugeben. „Wir spüren einen sehr deutlichen Kundenrückgang seitdem“, erklärt Unternehmenssprecherin Andrea Rehnert auf Anfrage dieser Zeitung.

Mit der Wettbewerbssituation durch das neue Einkaufszentrum habe diese Entscheidung nichts zu tun gehabt, betont die Sprecherin auf Nachfrage. „Grund ist allein die entstandene desolate Parkplatzsituation“, sagt Rehnert. Es sei in der Vergangenheit lange nach Kompromissen gesucht worden, doch leider hätte die Stadt sich dazu nicht bereiterklärt. „Wir haben bis zuletzt gehofft“, erklärt Patrick Bonnard, der stellvertretende Marktleiter. Alle Mitarbeiter seien sehr geschockt. „Aber wir werden bis zur letzten Minute für unsere Kunden da sein und 110 Prozent Leistung zeigen, um uns mit Anstand aus Stadtallendorf zu verabschieden“, ergänzt Bonnard.

Wann genau Tegut seine Filiale zum Jahresende hin schließen wird, ist noch nicht klar.

Die rund 30 Mitarbeiter des Markts sind inzwischen über die beschlossene Schließung informiert worden. Ihnen wurden nach Angaben der Unternehmenszentrale Stellen in anderen Filialen in der Umgebung angeboten. „Wir haben nach Alternativstandorten gesucht, aber es hat sich keine Lösung gefunden“, sagt Sprecherin Rehnert.

Damit werde Tegut nach 30 Jahren künftig nicht mehr in Stadtallendorf vertreten sein.

von Michael Rinde

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