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Suppen-Jury fällt Entscheidung schwer

Stadtallendorf Suppen-Jury fällt Entscheidung schwer

So viele interessierte Bürger kamen noch nie zum Suppenfest. Zum dritten Male war das Fest auch die Eröffnungsveranstaltung der interkulturellen Woche.

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Am Suppenbüfett im Jugendzentrum versammelten sich am Sonntag mehr Gäste als erwartet. Kleines Bild: Die Tanzgruppe der Volkshochschule unter der Leitung von Oksana Walth begeisterte die Besucher. Fotos: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Schon in dem Moment, in dem die Besucher den Saal betraten, nahmen die Gäste duftende Aromen wahr. Zum dritten Mal hatte der Verein Interkulturelle Begegnung in Stadtallendorf (IBiS), die Stadt Stadtallendorf und das „projekt frühstart“ zum internationalen Suppenfest geladen.

Fast schien es, als könne der Saal im Jugendzentrum die vielen Besucher kaum bewältigen. 270 Besucher machten sich auf eine Reise mit dem Suppenteller durch verschieden Nationalitäten und versuchten dabei ins Gespräch zu kommen. Wer nichts verpassen wollte der hatte 24 verschiedene Suppen aus aller Welt zu probieren.

Claus Schäfer vom Büro für Integration und Vorsitzender von IBiS dankte allen Köchen für die Zubereitung der Suppen und wies darauf hin, dass in diesem Jahr, neben dem Publikumspreis auch erstmals eine Fachjury die Sieger ermittelt. Damit reagieren die Veranstalter auf die Wünsche der Köche des vergangenen Jahres. Auch das Stadtoberhaupt, Bürgermeister Christian Somogyi, hatte es sich nicht nehmen lassen seine Kochkünste unter Beweis zu stellen und selbst eine Kürbissuppe zubereitet. „Liebe geht durch den Magen“, betonte anschließend der stellvertretende Landrat und Jurymitglied Dr. Karsten McGovern. Er verwies auf die kulturelle Mischung Stadtallendorf die sich auch in der Vielfalt der Suppen ausdrücke.

„Ich bin froh, dass das Fest so gut angenommen wird“, freute sich Nikol Gröning vom Elternbegleitprojekt „projekt frühstart“. Gemeinsam mit Inga Koradin krönte sie am Ende der Veranstaltung die Sieger des Suppenfestes. Beide freuten sich, dass in diesem Jahr eine Jury die Kochkünste der Teilnehmer bewertete. „Damit erfährt die Veranstaltung eine Aufwertung“, betonte Nikol Gröning. Besonders angetan hatte es Besucherin Ingrid Ehrlich die türkische Linsensuppe. „Alle Suppen sind kaum zu schaffen“, erklärte sie, während sie die fünfte Suppe löffelt.

Köche setzen auf viel Gefühl

Dankbar waren die Gäste auch für die vielen Rezepte, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Köchin Asiye Semizdogan hatte ihre türkische Linsensuppe, neben Kartoffeln und Zwiebeln, mit ganz viel Gefühl ge kocht. „Die habe ich mit meinem Herzen gemacht“, erzählte sie nach der Besonderheit ihrer Suppe gefragt. Das galt an diesem Tag sicherlich für eine Vielzahl der Suppen.

So fiel der Jury mit Ulrich Schulist, dem Küchenchef des Restaurants Dombäcker in Amöneburg, Ilse Özlem Kalay und Dr. Karsten MacGovern die Entscheidung nicht leicht. Den ersten Juryplatz belegte Figen Gorulmaz mit ihrer Anali-Kizli-Corba-Mutter-Kind-Suppe. Die zwei zweiten Plätze gingen an Zehra Demit und die Schülergruppe der Landgräfin-Elisabeth-Schule mit Pascal Lange, Damian Szczepaniak, Jessica Testa, Julian Kaufmann und der Leiterin der Koch-AG Brigitte Scholz mit ihrer asiatischen Kürbissuppe. Hilde Gröning belegte mit ihrer Kürbissuppe den dritten Platz.

Den Publikumspreis gewann Asiye Semizdogan mit ihrer türkischen Linsensuppe. Vielfältig und bunt präsentierte sich auch das Rahmenprogramm: die sardische Tanzgruppe „Quatro Nori“, die vhs-Tanzgruppe unter der Leitung von Oksana Walth, die Tanzschule Enjoy und die Tanzgruppe des Türkischen Frauenvereins aus Biedenkopf.

von Karin Waldhüter

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