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Stützpunkt im neuen Gewand

Feuerwehr Stützpunkt im neuen Gewand

Es tut sich was am Feuerwehrstützpunkt Kirchhain. Der Altbau ist äußerlich nicht wiederzuerkennen und wird schon im September bezugsfertig sein.

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Repräsentanten der Stadt und der Feuerwehr trafen sich beim Richtfest zum ersten Bauabschnitt am Kirchhainer Feuerwehrstützpunkt.

Quelle: Stadt Kirchhain

Kirchhain. Dieses Ziel nannte Bauamtsleiter Volker Dornseif am Montag während eines Ortstermins gegenüber der OP. In der kommenden Woche könne mit dem Innenausbau begonnen werden, die Eindeckung des Daches werde eine Woche später beginnen, erläuterte Dornseif. Die flotte Erstellung des Rohbaus innerhalb von nur fünf Wochen lässt diese zeitliche Vorgabe realistisch erscheinen.

Offiziell handelt es sich bei den Arbeiten zum ersten Bauabschnitt um eine energetische Sanierung. Faktisch kommt das Gebäude einem Neubau sehr nahe. Das komplette Dachgeschoss mit Satteldach und den charakteristischen Gauben ist völlig verschwunden. In Holzständer-Bauweise entstand ein Obergeschoss mit modernem Pultdach, das der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhain mehr Nutzfläche beschert.

Auch das Erdgeschoss musste einige Eingriffe erdulden, die zuerst der statischen Ertüchtigung des Gebäudes dienen. Es habe sich gezeigt, dass die in den Bauplänen eingezeichneten Streifenfundamente lediglich gemauert und nicht betoniert waren, sagte Dornseif. Wegen ihrer geringeren Tragfähigkeit seien die gemauerten Streifenfundamente mit Stahlbeton-Rahmen überbrückt worden. Außerdem seien im Garagentrakt zwei Stahlbeton-Säulen zur Verbesserung der Statik eingebaut worden. Die Mehrkosten für diese zusätzlichen Arbeiten bezifferte der Bauamtsleiter auf 5000 Euro, die jedoch durch günstige Ausschreibungsergebnisse andernorts kompensiert würden.

Während der Bauphase stehen die sonst im alten Garagentrakt untergebrachten Einsatzfahrzeuge auf der anderen Seite des Festplatzes im Anbau der Markthalle. „Das funktioniert ganz gut. Nur wundern sich Passanten, wenn Feuerwehrleute bei Einsätzen in voller Montur aus dem Stützpunkt wegrennen“, erklärt Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) schmunzelnd.

Mit dem zweiten Bauabschnitt beginnt die Stadt Kirchhain Anfang 2013. Dann werden die große Fahrzeughalle und die Funktionsräume im neuerem Teil des Gebäudes energetisch saniert und modernisiert. Für den zweiten Bauabschnitt wurden inzwischen fast alle Gewerke ausgeschrieben. Sehr zur Freude des Bürgermeisters und Kämmerers bewegen sich die Ausschreibungsergebnisse trotz der guten Konjunkturlage im Baugewerbe innerhalb des festgeschriebenen Budgets.

Insgesamt investiert die Stadt in das Großprojekt 1,42 Millionen Euro. Davon sind 795.000 Euro Zuschüsse.

In diesem Preis nicht eingeschlossen ist das Solar-Kraftwerk, das auf den großen Dachflächen des Feuerwehrstützpunkts entstehen soll. Dieses ist angedacht als erstes Kirchhainer Bürger-Solarkraftwerk. Das bedeutet: Kirchhainer Bürger sollen sich an den Baukosten der riesigen Photovoltaik-Anlage beteiligen und entsprechend auch von den Erlösen der Anlage profitieren.

von Matthias Mayer

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