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Ostkreis Straße frei ins Gewerbegebiet Ost
Landkreis Ostkreis Straße frei ins Gewerbegebiet Ost
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00:19 01.10.2018
Kirchhain hat seit Mittwoch einen neuen Stadteingang. Die Absperrgitter wurden entfernt und die neue Zufahrtsstraße ins Gewerbegebiet Ost freigegeben. Quelle: Matthias Mayer
Kirchhain

Verkehrsteilnehmer aus Richtung Stadtallendorf können von der Niederrheinischen Straße aus direkt ins Gewerbegebiet abbiegen. Mit Rücksicht auf die Verkehrssicherheit wurde eine Linksabbiegespur gebaut, die seit Wochen schon fertig ist. Mitarbeiter der Firma Geißler entfernten im Laufe des Vormittags die Warnbaken und Absperrgitter.

Die Firma Geißler Infra GmbH hatte im vergangenen Jahr 67.000 Quadratmeter des Gewerbegebiets übernommen, mit der Auflage, auch die Erschließungsstraße zu bauen. Einen Großteil der Fläche benötigt das Kirchhainer Unternehmen selbst für den Bau seines Betriebshofes und einer Recyclinganlage, den Rest wird die Firma vermarkten.

Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) blickte gestern bei der offiziellen Verkehrsfreigabe auf die jüngste Entwicklung im Gewerbegebiet zurück. Dieses habe mit seinem Erweiterungspotenzial Richtung Stadtallendorf die Chance, zu einem interkommunalen Gewerbegebiet zu wachsen. Mit der Fertigstellung der Erschließungsstraße werde ein Engpass beseitigt und das Gewerbegebiet attraktiver gemacht.

Geißler-Geschäftsführer Thomas Barg mahnte an, dass nach dem Bau der Erschließungsstraße auch der nicht in der Verantwortung des Unternehmens stehende Ausbau der Richtung Herkules-Markt führenden Straßen erfolgen müsse. 70 Prozent der Grundstücke seien inzwischen vermarktet. Mit dem Bau einer Tankstelle mit Waschstraße und eines Schnellrestaurants solle noch im Herbst begonnen werden. Die Fertigstellung könne im Mai 2019 erfolgen.

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow CDU) würdigte die Entwicklung im Gewerbegebiet. Der Landkreis müsse bereit sein für die Fertigstellung der A 49, wenn er nicht im Sandwich zwischen den Boomregionen Kassel/Bad Hersfeld und Rhein-Main verharren wolle. Ein interkommunales Baugebiet, das Richtung Stadtallendof wachse, helfe auch der Wirtschaftskraft des Landkreises.

Der Kirchhainer Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber (SPD) schaute in seiner Eigenschaft als Mitglied der Regionalversammlung aus einem anderen Blickwinkel auf die Entwicklung des Gewerbegebiets. Die Regionalversammlung schaue kritisch auf ein Gewerbegebiet, in dem sich zehn Jahre lang nichts getan habe. Eine Stadt mit einem prosperierenden Gewerbegebiet sei nicht der Gefahr ausgesetzt, dass ihre Erweiterungspläne besonders kritisch beäugt würden. Die Erweiterungsfläche wäre ideal für ein interkommunales Gewerbegebiet: „Vom Rathaus bis hierher ist es fast so weit, wie nach Stadtallendorf, stellte Klaus Weber fest.

von Matthias Mayer