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Stimmgewaltiger Hochgenuss

Konzert Stimmgewaltiger Hochgenuss

Kraftvolle Männerstimmen der Don Kosaken brachten die Stadtallendorfer Kirche St. Katharina fast zum Erbeben.

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Überzeugend interpretierte Bass-Bariton Dimitrii Maidukom das bekannte Lied „Eintönig klingt das Glöckchen“.Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Erstmalig gastierte der Don-Kosaken-Chor Maxim Kowalew während seiner Europatournee in der Stadtallendorfer Barockkirche. Die sieben stimmgewaltigen Sänger, die problemlos auf Mikrofone, Verstärker und Lautsprecher verzichten können, begeisterten ihre Gäste.

Im ersten Teil des Konzertes hörten die Besucher vorwiegend sakrale Musik aus dem Repertoire der russisch-orthodoxen Kirche. Dabei beeindruckte Bassist Juri Jakuschew mit einer Stimme, die einem Donnergrollen glich. Mit seiner glasklaren Tenorstimme überzeugte Wiktor Demenkow bei seiner Interpretation der „Abendglocken“.

Ein Raunen ging durch das Publikum, das die Don Kosaken das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ ankündigten.

Nach einer Pause stimmten die russischen Sänger ein Potpourri aus russischen Volksweisen wie dem Kosakenlied „Ihal kosak sa Dunajem“, „Dubinuschka“ und bekannten Liedern wie „Eintönig klingt das Glöckchen“, „Marusja“, oder „Stenka Rasin“ an.

Das beeindruckende an dem Kosakenchor war neben der Art der Darbietung und der Interpretation die stimmlich herausragende Qualität. Fast alle der Chormitglieder glänzten mit Soli, was auch das insgesamt hohe gesangliche Niveau der Don Kosaken Maxim Kowalew unterstrich.

Die brillante Wiedergabe von bekanntem oder weniger bekanntem Liedgut machte das Zuhören zu einem Hochgenuss. Der ausgiebige Applaus des Publikums am Ende war der Gradmesser für das hohe musikalische Niveau und die eindrucksvollen Stimmen der Kosaken-Formation.

Erst nach zwei Zugaben, darunter auch das bekannte deutsche Volkslied „Guten Abend, gute Nacht“, ließen die Besucher die sieben schwarzgekleideten Sänger aus dem Altarraum der Katharina Kirche ziehen. Traurig war nur, dass nicht einmal 100 Besucher zu dem hochklassigen Konzert gekommen waren. „Sehr schön, beeindruckend oder ganz toll“, so lautete beim Hinausgehen das Urteil etlicher Besucher.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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