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Stiftsschule veröffentlicht weiteren Fall

Missbrauch Stiftsschule veröffentlicht weiteren Fall

In einem Brief an die Schulgemeinde hat der Leiter der Stiftsschule einen sexuellen Übergriff eines früheren Sportlehrers aus dem Jahr 1995 öffentlich gemacht.

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1995 soll es an der Stiftsschule einen sexuellen Übergriff eines Lehrers gegeben haben.

Quelle: Hirsch

Amöneburg. Die Missbrauchsbeauftragte des Bistum Fulda, Anne Schmitz untersucht einen weiteren Verdachtsfall eines sexuellen Übergriffs eines früheren Erziehers. Am Donerstag wollte sich das Bistum zunächst noch nicht zu Details äußern (die OP berichtete).

Wie seit Freitag klar ist, handelt es sich dabei um einen Vorfall, der sich 1995 an der Stiftsschule in Amöneburg ereignet hat. Zu dem Übergriff sei es im Sportunterricht gekommen, erklärt Schulleiter Hans-Georg Lang. Betroffen war eine Schülerin. Jener Lehrer wurde 1995 umgehend vom Dienst suspendiert. Das Bistum in Fulda entließ ihn zum 31. Januar 1996 aus dem Dienst. Bei Recherchen stieß die Schule jetzt auf diesen Fall aus der jüngeren Vergangenheit und meldete ihn an die Missbrauchsbeauftragte des Bistums. Anne Schmitz wird den Vorgang in den nächsten Wochen noch einmal untersuchen und bewerten. Seinerzeit gab es kein Strafverfahren gegen den betreffenden Lehrer. Weder Bistum noch Opfer erstatteten 1995 Anzeige gegen den Pädagogen.

Ob es im Nachhinein zu einem Verfahren kommen wird, hängt jetzt von den weiteren Untersuchungen der Missbrauchsbeauftragten ab. Bisher waren zwei Missbrauchsfälle aus den 70er Jahren im damaligen Internat der Stiftsschule bekannt. Der damalige Heimerzieher hat die Taten eingeräumt.

von Michael Rinde

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Samstagsausgabe der OP.

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Am Donnerstag zog das Bistum Fulda seinerseits eine Zwischenbilanz der Untersuchung von Missbrauchsfällen durch Priester und Kirchenmitarbeiter.

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