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Ostkreis Stiftsschule schließt Lücken im Angebot
Landkreis Ostkreis Stiftsschule schließt Lücken im Angebot
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18:09 04.12.2013
Die Stiftsschule bekommt bis zum Sommer 2015 moderne Mensa- und Aufenthaltsräume. Auch die Essenausgabe wird dann neu gestaltet. Foto: Michael Rinde
Amöneburg

Vor rund zehn Jahren entstanden die ersten Ideen, jetzt gibt es fertige Planungen und das nötige Geld vom Träger der Stiftsschule St. Johann. Die Schule bekommt zeitgemäße Mensa- und Aufenthaltsräume, eine Mediathek, stark vereinfacht also einen modernen Medienraum mit aktueller Computertechnik und eine Gymnastikhalle. Dafür muss die Schule allerdings auch etwas aufgeben, und zwar ihr aus den 1960-er Jahren stammendes Hallenbad.

Baubeginn ist, wie Schulleiter Hans-Georg-Lang erläutert, voraussichtlich in den nächsten Sommerferien. Alles in allem soll der Umbau etwa ein Jahr dauern. 1,9 Millionen Euro aus Kirchensteuer-Einnahmen hat das Bistum als Träger der Schule vorgesehen. Diese Investition, für die es keine Zuschüsse gibt, wird in Amöneburg als ein starkes Bekenntnis zur Stiftsschule gesehen.

Das ganze Bauprojekt betrifft die Häuser Domenico-Savio, Elisabeth und St. Martin. Zwei Vorgaben habe Fulda der Schulen bei ihren Planungen gemacht, erläutert Schulleiter Lang: Das im Unterhalt teure Schwimmbad muss aufgegeben werden, außerdem darf es keinen größeren Raumzuwachs gegenüber dem aktuellen Bestand geben. Beide Vorgaben hält die Schule ein. Die Trennung vom energetisch und technisch in die Jahre gekommenen Hallenbad sei nicht leicht gefallen. „Wir haben als Schule aber gleich klargestellt, dass der Raum Sportstätte bleibt“, sagt Lang. Kampfsport, Klettermöglichkeiten und Gymnastik, so hat es sich die Sportfachschaft überlegt, soll es in der künftigen Halle mit 3,27 Meter Deckenhöhe künftig geben. Schwimmunterricht gibt es auch in Zukunft, dann allerdings, nach dessen Sanierung, im Stadtallendorfer Hallenbad. Die Stiftsschule war auch bereits bei den zwei Arbeitsgruppen-Sitzungen zur Badsanierung vertreten, bei denen Schulen beteiligt waren.

Für die neue Mensa und die Mediathek gibt die Schule Klassen- und Kursräume ab. Raumnot befürchtet Schulleiter Lang dadurch aber nicht. „Denn wir haben Raumreserven für die Zukunft, die wir nutzbar machen können“, sagt Lang.

Die Schule verfügt zwar schon über Mensaräume und eine Essensausgabe für Schüler ab der Jahrgangsstufe 7, die Schüler der Klassen 5 und 6 bekommen ihr Essen jetzt und auch in Zukunft im Johanneshaus. Bei der Neuplanung hatten Architekt und Schule Integral als Caterer eng in alle Planungen eingebunden. Die Anlieferung erfolgt in Zukunft nicht mehr über den Schulhof sondern über einen eigenen Zugang und zwar von dort, wo sich jetzt noch der Notausgang des Schwimmbades befindet. Die modernen Mensa-Räume sollen eine Doppelfunktion erfüllen. Sie sollen den älteren Schülern auch als zeitgemäße Aufenthaltsräume dienen. Den Mensabetrieb organisiert die Schule künftig nach dem „Cook-and-Chill“-Prinzip, sprich gesund zubereitetes Schulessen, gepaart mit Entspannungsmöglichkeiten für die Schüler.

Gauben erhöhen die Nutzfläche

Für die Mediathek musste sich der Architekt etwas einfallen lassen. Das Dach bleibt, wird aber durch Gauben ergänzt, um Platz zu schaffen. Dies ist der einzige Raumzuwachs, den es durch den Neubau gibt. Für die Schule wird durch den Umbau - der natürlich auch mit einer energetischen Gebäudesanierung - was die Raumausstattung angeht eine Lücke geschlossen. Lang sieht etwa durch die künftige Mediathek neue, individuelle Fördermöglichkeiten. Am pädagogischen Konzept arbeitet die Schule.

Inzwischen ist auch ein mögliches genehmigungsrechtliches Problem für den Umbau verschwunden: Bisher dient das Hallenbad mit seinem Volumen von 800 Kubikmetern als Löschwasserreseve für die Stadt Amöneburg. „Neue Einschätzungen der Brandschutzaufsicht haben aber gezeigt, dass wir diese Reserve nicht brauchen“, sagt Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg.

Außerdem prüft die Stadt derzeit ohnehin, ob sie die neue Steigleitung, die nächstes Jahr geplant ist, so ausstatten kann, dass ein höherer Wasserdruck auf dem Berg ankommt. Richter-Plettenberg bedauert allerdings die Aufgabe des Schwimmbades durch die Schule, die dadurch eine Besonderheit verliere.

von Michael Rinde

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