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Ostkreis Startschuss für junge Familien fällt
Landkreis Ostkreis Startschuss für junge Familien fällt
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18:30 07.03.2013
Gemeinsamer erster Spatenstich am Neubaugebiet: Bauunternehmer Dietmar Caspar und sein Mitarbeiter, Ortsvorsteherin Elke Schall, Bauamtsleiter Volker Dornseif und Andreas Löffert vom Ingenieurbüro Hellriegel nahmen die Spaten in die Hand. Foto: Rinde
Sindersfeld

von Michael Rinde

Sinderfeld. Die Freude über den Spatenstich am Neubaugebiet „Platzäcker“ war Sindersfelds Ortsvorsteherin Elke Schall gestern anzumerken. Fünf Jahre hat es von der Idee im Ortsbeirat bis zur Realisierung gedauert. „Die Familien, die schon Bauplätze gekauft haben, haben schon auf den Tag gewartet“, sagte Schall gestern. In Sindersfeld gebe es mittlerweile keine Baulücken mehr. „Wir brauchten darum diese neuen Flächen, damit die Familien auch in unserem Ort bleiben“, begründete Schall den Bedarf.

Es hatte gute Gründe, warum sich der Beginn der Erschließungsarbeiten am Ende doch noch etwas in die Länge gezogen hat. Denn die Stadt Kirchhain hatte beim Baugebiet „Platzäcker“ einen anderen Weg beschritten, wie Bauamtsleiter Volker Dornseif erläuterte. Die Stadt hatte zunächst sämtliche Flächen für das Baugebiet in eigener Regie gekauft. Aus den Verkaufserlösen von mindestens sechs der ingesamt zehn Bauplätze werden die Erschließungskosten für das Neubaugebiet finanziert. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass das Gebiet vergleichsweise schnell voll belegt werden kann“, verdeutlichte Dornseif.

Beim Baugebiet „Platzäcker“ geht es um eine Gesamtfläche von 8700 Quadratmetern. 10 Bauplätze mit jeweils 700 Quadratmetern sind entstanden. Hinzu kommen weitere 4100 Quadratmeter Ausgleichsfläche. Diese Ausgleichsfläche liegt direkt unterhalb des Baugebiets. Es handelt sich um eine naturnahe Grünfläche.

Für die Erschließung ist die Verlegung der entsprechenden Kanalleitungen notwendig. Hinzu kommt die Baustraße, die gleichzeitig entstehen wird. Im Baugebiet „Platzäcker“ gibt es eine einfache Erschließungsstraße mit einem Wendehammer am Ende. „Den Endausbau nehmen wir vor, so bald alle Bauplätze verkauft und auch bebaut sind“, erläuterte Volker Dornseif den weiteren Ablauf. Ein Termin ist für die bereits feststehenden künftigen Bauherren besonders wichtig: Bis Ende Mai sollen Kanalarbeiten und Baustraße fertiggestellt sein. Einige der Käufer der sechs Bauplätze setzen auf Fertighäuser und haben bereits Aufträge erteilt. Die Stadt werde ihre zeitlichen Zusagen einhalten können, versichert Dornseif.

Elke Schall wie auch Dornseif gehen sicher davon aus, dass die verbliebenen vier Bauplätze schnell einen Abnehmer finden werden. „Wenn das Baugebiet erst als solches zu erkennen ist, dann steigt auch noch einmal das Interesse“, ist sich Elke Schall sicher.

Die jetzigen Erschließungs- und Straßenbauarbeiten kosten die Stadt Kirchhain zusammengerechnet 220000 Euro. Die meisten Kosten verursacht der Kanalbau mit rund 165000 Euro.

Sindersfeld ist nicht der einzige Ort, in dem es im Kirchhainer Stadtgebiet derzeit noch Bauplätze in Neubaugebieten gibt. In der Kernstadt gibt es im Baugebiet Röthe III zwar keine städtischen Flächen mehr. Laut Dornseif sind dort aber noch Bauplätze aus privater Hand zu vergeben. Außerdem nennt der Bauamtsleiter aktuell das Baugebiet „Alter Garten“ in Großseelheim, ein Baugebiet in Stausebach und das Gebiet Pitzeweg in Emsdorf. In Sindersfeld sind die Möglichkeiten im Baugebiet „Platzäcker“ mit zehn Plätzen nun zunächst einmal ausgereizt, weitere Neubauflächen könnte sich Bauamtsleiter Dornseif im Gebiet Rauschenberger Straße vorstellen. „Das wäre eine Perspektive in den nächsten zehn Jahren“, sagt Dornseif.

Elke Schall wirbt für „ihr“ Dorf: „Hier kann man Kinder noch in Ruhe auf die Straße lassen.“

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