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Städte legen eine Salz-Notreserve an

Winterdienst Städte legen eine Salz-Notreserve an

Aufgrund von akutem Mangel beim Streusalz müssen die Städte des Ostkreis in den sauren Apfel beißen und zu hohen Preisen ihre Vorräte auffüllen.

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In Stadtallendorf, Kirchhain und Rauschenberg kommt bald Meersalz aus einer Sonderlieferung auf die Straßen.

Quelle: Michael Rinde

Ostkreis. Seit einigen Wochen ist das Streusalz eines der meistdiskutierten Themen im Ostkreis. Die Städte helfen sich untereinander aus, leihen sich an anderen Stellen Streumittel und haben zudem die Menge des Salzes, die sie auf den Straßen verteilen, reduziert. Rauschenbergs Bürgermeister Manfred Barth ist empört, sein Ärger richtet sich gegen das Unternehmen Deutscher Straßendienst (DSD) in Hannover, einem Tochterunternehmen der European Salt Company GmbH & Co KG (Esco), Europas größtem Salzlieferant. „So geht man nicht mit Stammkunden um“, schimpft er und kritisiert, die Firma habe die Anfragen seiner Mitarbeiter nach Lieferungen ignoriert und auch keine Nachricht versendet, dass Städte und Gemeinden mit Engpässen rechnen müssten.

Da von DSD für die Städte vorerst kein Salz zu erhalten sei, haben sich Stadtallendorf, Kirchhain und Rauschenberg zusammengeschlossen und einen Notlösung gefunden: Aus dem, so Kirchhains Bürgermeister, spanisch-tunesischen Raum erhalten die drei Städte Streusalz – zu etwas mehr als dem doppelten Preis. „Das ist Meersalz und von schlechterer Qualität als das Salz, das wir sonst streuen“, sagt Kirchner und ergänzt: „Wir müssen die Maschinen umstellen, weil das Salz grobkörniger ist, und wahrscheinlich müssen wir auch höhere Mengen verwenden.“ Dennoch mussten die Städte in den sauren Apfel beißen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten: „Unser normaler Lieferant wollte das 2,5-fache des üblichen Preises. Das haben wir abgelehnt, weil es Wucher ist. Allerdings ist die jetzige Lieferung auch extrem teuer.“

von Florian Lerchbacher

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