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Stadtallendorf vor Jubel oder Trauer

Bundeswehrstandort Stadtallendorf Stadtallendorf vor Jubel oder Trauer

Der Kampf um den Erhalt des Bundeswehrstandortes Stadtallendorf lief in den vergangenen Monaten eher im Verborgenen. Am Mittwoch wird sich herausstellen, wie er ausgegangen ist.

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Stadtallendorf. Ein Soldat, der namentlich nicht genannt sein will, zitiert einen Spruch unter Offizieren: Standorte, die gerade modernisiert wurden, werden häufig als erste geschlossen. Sollte diese „Weisheit“ zutreffen, dann hätte Stadtallendorfs Herrenwald-Kaserne schlechte Karten. In sie investierte der Bund in den vergangenen Jahren 23 Millionen Euro. Für weitere Projekte in Höhe von 36 Millionen Euro gilt zurzeit ein Investitionsstopp.

Am Mittwoch haben die Spekulationen nunmehr ein Ende. Um die Mittagszeit verkündet Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) seine Standort-Entscheidungen.

Bis dahin darf weiter gerätselt werden. Am Montag gab es Medienberichte, nach denen Stadtallendorf als Standort erhalten bliebe, möglicherweise sogar durch Soldaten aus Bayern noch aufgewertet wird. Die Frankenberger Burgwaldkaserne und die Kaserne in Rotenburg (Fulda) sollen hingegen auf der Streichliste stehen. Bestätigungen dafür gab es keine.

Dass nicht alle hessischen Standorte erhalten bleiben werden, ist seit Langem klar. Die hessische Landesregierung und Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) haben in den vergangenen Monaten in der Standortfrage eher auf Geheimdiplomatie statt auf Verlautbarungen und öffentliche Diskussionen gesetzt.

Für Vollmer ist klar.: Die Bundeswehr ist in Stadtallendorf ein Wirtschaftsfaktor. Allein das Luftlande-Fernmeldebataillon DSO gibt in der Region rund 200.000 Euro jährlich aus. Berechnungen bei früheren Standortreformen kamen zu Millionensummen, die im Zusammenhang mit dem Standort jährlich in der Region bleiben.

von Michael Rinde

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