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Ostkreis Bis zur Laufbahnen-Entscheidung dauert es noch
Landkreis Ostkreis Bis zur Laufbahnen-Entscheidung dauert es noch
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13:47 11.03.2018
Die Laufbahnen im Herrenwaldstadion müssen komplett neu hergestellt werden. Noch ist offen, ob es vier oder sechs Bahnen werden. Quelle: Michael Hofstetter
Stadtallendorf

Noch steht dieser zentrale und wohl auch teuerste Abschnitt der Stadionsanierung nicht an. Nach den Arbeiten an Kanalisation und Elektroinstallation ist in diesem Jahr unter anderem der Vorplatz am Funktionsgebäude an der Reihe, der seit Langem vernünftig befestigt werden muss. Da das gesamte Stadion in der Wasserschutzzone liegt, ist dabei einiger Mehraufwand nötig.

Das alles ist Teil des „Master‑
 planes“, den die Verwaltung erarbeitet und den das Stadtparlament im vergangenen Jahr beschlossen hat. Wobei über jede einzelne Bauphase noch einmal beraten wird. Schließlich steht jede nächste Bauphase unter dem Vorbehalt der städtischen Finanzen.

Somogyi: Frühestens bei Haushaltsberatungen für 2019

Die nächste Phase ist nach dem Masterplan eigentlich die Neuanlage der Laufbahnen des Herrenwaldstadions. Unbestritten kann bei den Bahnen und deren aktuellem Zustand nicht mehr von einer Sanierung gesprochen werden. Vorher muss die Entscheidung darüber fallen, ob vier oder sechs Laufbahnen angelegt werden. Klar ist schon jetzt: Bei sechs Laufbahnen müssen die Stehtribünen verlegt werden. Rund 800.000 Euro Mehrkosten gegenüber der kleineren Lösung mit vier Bahnen schlügen dabei zu Buche. In einer ersten Kostenschätzung war von einer Summe von 2,1 Millionen Euro die Rede.

„Frühestens bei den Haushaltsberatungen für 2019“, so schätzt Bürgermeister Christian Somogyi (SPD), werde über diese Frage beraten und entschieden. Eine parlamentarische Debatte über die Frage, ob vier oder sechs Laufbahnen, hat noch nicht stattgefunden. Allerdings gibt es inzwischen eine Große Anfrage der CDU-Fraktion dazu, die die Verwaltung inzwischen beantwortet hat.

Eintracht hofft weiterhin auf „große Lösung“

Die CDU sah Informationsbedarf. Aktuell läuft demnach die Architektenausschreibung für die weiteren Sanierungsvorhaben am und im Stadion. Der Architekt wird auch prüfen, ob bei Schaffung der Laufbahnen noch zusätzliche Räume gebraucht werden. Infrage kämen unter anderem die ehemaligen Umkleiden unter der Haupttribüne. Bereits jetzt gibt es Kooperationen zwischen dem TSV Eintracht Stadtallendorf und der Bundeswehr über die Nutzung der Sportanlagen in der Artilleriestraße.

Laut Stadtverwaltung prüft die Bundeswehr, 
ob es denkbar wäre, dass die Sportanlage gegenüber dem Bundeswehrbad auch für zivile Wettkämpfe genutzt werden könnte. Vielleicht könnte es im Gegenzug Investitionen der Stadt in die Anlage geben? Diese Frage wird derzeit noch erörtert.

Der Gesamtverein TSV Eintracht Stadtallendorf steht nach wie vor hinter einer „großen Lösung“ in Sachen Laufbahnen. Er argumentiert an erster Stelle mit der Wettkampffähigkeit des Herrenwaldstadions. Zuletzt habe der erweiterte Eintracht-Vorstand mit den Abteilungsleitern diese Position bekräftigt, erläutert Bernd Weitzel. Er ist Vorsitzender des Gesamtvereins TSV Eintracht Stadtallendorf. Das Stadion diene dabei nicht nur dem eigenen Verein, sondern Sportlern aus dem ganzen Stadtgebiet und auch den Schulen.

von Michael Rinde