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Stadtallendorf erhält Hilfeinseln für Kinder

Anlaufstelle in Notsituationen Stadtallendorf erhält Hilfeinseln für Kinder

Mit einem Informationsabend im Jugendzentrum in Stadtallendorf startete die Stadt Stadtallendorf gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Gewaltfrei leben“ ein neues Hilfsangebot für Stadtallendorfer Kinder, damit der Alltag für Kinder in hilfebedürftigen Situationen noch sicherer wird.

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Vor Polizistin Christina Frank sitzt „Kinderkommissar Leon“.

Stadtallendorf. Nach einer Begrüßung von Bürgermeister Manfred Vollmer informierten der Streetworker Andreas Schumacher von der Stadtjugendpflege und die Jugendsachbearbeiterin der Polizei, Christina Frank, die Anwesenden. Für Frank war klar: „Inzwischen gehören zum Alltag der Lebenswelt von Kindern verbale und körperliche Auseinandersetzungen, sowohl auf dem Schulweg als auch in der Freizeit.“

„Um das objektive und subjektive Sicherheitsgefühl für Kinder zu steigern, fehlt Stadtallendorf noch ein wichtiger Baustein, nämlich Leon-Hilfe-Inseln, die hoffentlich an vielen Plätzen zu finden sind“, betonte Streetworker Schumacher.
Die Idee von Leon-Hilfe-Inseln wurde durch das Polizeipräsidium Südhessen gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt entwickelt und im Jahr 2006 erstmals eingeführt. Seitdem verteilen sich viele Leon-Hilfe-Inseln über einige Regionen des Landes Hessen. Die Sympathiefigur der hessischen Polizei, Kinderkommissar Leon, ist für die hessischen Grundschulkinder mittlerweile eine feste Größe im Schulalltag. Aus diesem Grund bewähren sich die Leon-Hilfe-Inseln als ideale Anlaufstelle für Kinder in Notsituationen, Leon-Hilfe-Inseln sind Anlaufstellen für Kinder, wenn sie auf ihrem Schulweg oder in der Freizeit sich in Gefahr befinden, von Fremden angesprochen oder verfolgt werden, sich verlaufen haben oder wenn es dem Kind nicht gut geht.

Die Anlaufstellen dienen in echten Gefahrensituation als erste Zufluchtsorte, die dann als sichere „Wegweiser und Helfer“ für Kinder da sind. Zur Umsetzung dieses Projektes haben bereits mehr als zwanzig Geschäfte und öffentliche Einrichtungen spontan ihre Mitarbeit zugesagt.

Am 5. März wird Leon selbst die Grundschulen besuchen und in der Innenstadt präsent sein. Die Leon-Hilfe-Inseln werden in den nächsten Tagen mit einem im Eingangsbereich des Geschäfts gut sichtbar angebrachten Plakat gekennzeichnet. Die Mitarbeiter der Leon-Hilfe-Inseln werden mit einem Notfallplan ausgestattet und entsprechend geschult, wodurch sie sofort als kompetente „Ersthelfer, Wegweiser und Seelsorger“ weiterhelfen können. In den nächsten Wochen werden Kinder und Eltern über Schulungen für Kindergärten und erste Klassen, Elternabende und eine Stadtrallye mit den Leon-Hilfe-Inseln vertraut gemacht.

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