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„Stadtallendorf aktiv“ füllt eine Marktlücke

Wochenmarkt feiert Premiere „Stadtallendorf aktiv“ füllt eine Marktlücke

Selten war an einem ganz normalen Donnerstag so viel Leben wie gestern auf dem Marktplatz. Aber so normal war der Tag auch nicht, schließlich feierte ein kleiner grüner Markt eine gelungene Premiere.

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Sowohl Kunden als auch Händler – wie Kartoffelverkäuferin Rita Schmitt – waren mit der Marktpremiere zufrieden.Foto: Lerchbacher

Stadtallendorf. „Ich mag frisches Obst und Gemüse. Am besten ist es, wenn es aus der Region kommt“, sagt Edeltraud Wietschorke und inspiziert einen grünen Salat. „Ich hoffe, die Menschen nehmen das Angebot gut an und kaufen hier fleißig ein“, ergänzt die Stadtallendorferin und lässt ihren Blick über den Marktplatz schweifen, der gestern seinem Namen alle Ehre machte. „Ich finde es gut, dass es hier einen Marktgibt - der hat gefehlt.“

Zu verdanken hat sie die Neuerung der Werbegemeinschaft „Stadtallendorf aktiv“, deren Mitglieder in den vergangenen Wochen gezielt Händler aus der Region ansprachen. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, gibt Marek Sieronski, der Vorsitzende des Vereins, zu: „Wir führten zig Gespräche und mussten erst einmal viel Überzeugungsarbeit leisten.“

Eine, die nach eigenen Angaben sofort zur Teilnahme bereit war, ist Rita Schmitt. Die Niederkleinerin verkauft Kartoffeln und fährt zum Beispiel jeden Dienstagabend durch Stadtallendorf, um ihre Erdäpfel anzupreisen. Gestern nun stand sie auf dem Marktplatz und bot den Kunden in Form von Pellkartoffeln mit Quark zunächst einmal eine Kostprobe an: „Sie müssen ja wissen, wie meine Kartoffeln schmecken.“ Die Käufer fanden das gut, nahmen das Angebot an - und die Händlerin hatte viel Spaß: „Ich habe auch schon viele Menschen getroffen, die sonst an meinen Wagen kommen und Kartoffeln kaufen.“

Neben der Kartoffelfrau gab es einen Stand mit frischen Eiern aus der Wambach, einen Gemüsestand der Firma Altat aus Stadtallendorf, einen Fischhändler, einen Metzger und einen Grillwagen. „Wir suchen zum Beispiel noch einen Käse- und einen Blumenhändler und jemanden, der südländische Waren anbietet“, betonte Sieronski und fügte hinzu: „Zunächst suchen wir in der Region, werden wir hier nicht fündig, schauen wir auch darüber hinaus.“

Die Premiere dauerte gestern von 13.30 bis 18 Uhr und war ein Erfolg, wie Christina Schindler resümierte. „Wenn wir noch mehr Werbung machen und schon um 10 Uhr beginnen, wird alles noch viel besser“, ist sie zuversichtlich. Die Rahmenbedingungen seien hervorragend: „Wir haben einen tollen Marktplatz mit einem schönen Brunnen. Warum sollte der Versuch, einen Markt einzurichten, nicht klappen?“

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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