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Ostkreis Stadtallendorf: Es werde LED
Landkreis Ostkreis Stadtallendorf: Es werde LED
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00:15 02.02.2014
Die Straßenlaterne hat ausgedient. Bald werden in Stadtallendorf fast nur noch LED-Leuchten die Straßen und Bürgersteige ausleuchten Quelle: Archivfoto
Stadtallendorf

Seit 2010 ist Stadtallendorf Mitglied im Bündnis „100 Kommunen für den Klimaschutz“. Eines der größeren Projekte ist der Austausch von Straßenlampen mit vergleichsweiser alter Technik gegen LED-Leuchten, ein Projekt, das sich in den vergangenen Jahren auch schon andere Städte vorgenommen hatten. „Wir haben zunächst andere Schwerpunkte gesetzt“, sagt Bürgermeister Christian Somogyi.

Dabei war die Stadtverwaltung in den Jahren 2012 und 2013 aber keinesfalls untätig in Sachen LED-Technik. Überall, wo neue Leuchten nötig waren - etwa im Neubaugebiet Kronäcker oder in der Graf-von-Stauffenberg-Straße - wurde, wo sinnvoll und möglich, gleich LED-Technik eingesetzt. Somogyi wie auch Fachbereichsleiter Klaus Hütten berichten von einigen Probeläufen, um Erfahrungen mit der Technik zu sammeln und zugleich auch Rückmeldungen von Bürgern zu bekommen.

„Es gab so gut wie keine Rückmeldungen und keinerlei Kritik“, sagt Hütten. Im Stadtallendorfer Stadtgebiet kommt die neue Lampentechnologie also bisher gut an. Jetzt steht der Austausch in größerem Stil an - und da gibt es so einiges zu tun: Derzeit hat die Stadt in ihrem Gebiet und Zuständigkeitsbereich 3200 Straßenlampen, wie eine detaillierte Bestandsaufnahme zeigt. Ausgetauscht werden, je nachdem, welche Ausschreibungsergebnisse es gibt, rund 650 Leuchten.

Einsparung von 70 bis 75 Prozent

Die Stadt hat sich ein Programm in mehreren Abschnitten vorgenommen. Aktuell ist der Austausch von 225 Leuchten in Teilen der Kernstadt wie auch im Stadtteil Schweinsberg öffentlich ausgeschrieben.

Die Stadtverwaltung hat die Einspareffekte durch die Leuchtenumstellung berechnet, auch um eine Förderung aus dem Programm „Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung“ des Landes zu bekommen. Das Programm haben auch Nachbarstädte genutzt, Neustadt bekommt eine 30-prozentige Förderung, in Stadtallendorf sieht der Förderbescheid 20 Prozent vor. Derzeit kalkuliert die Stadtverwaltung vor den Ausschreibungen mit Ausgaben in Höhe von 310 000 Euro.

„Wir rechnen mit einer Einsparung von 70 bis 75 Prozent im laufenden Betrieb“, sagt Hütten. Während bisherige Lampen, etwa Quecksilberdampf-Lampen, mit etwa 80 Watt (inklusive Vorschaltgerät) betrieben werden, geht es bei den ausgewählten LED-Lampen um eine Stromleistung von 22 Watt (inklusive Vorschaltgerät).

Effektiv geht es um einen Spareffekt von 40 Euro pro Leuchte und Jahr. Doch hinter alle dem steht auch: Je weniger Energie verbraucht wird, um so besser ist es für den Klimaschutz.

von Michael Rinde