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Ostkreis Stadt steckt Geld in alte Ortskerne
Landkreis Ostkreis Stadt steckt Geld in alte Ortskerne
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21:19 15.09.2010
Leerstände und verfallende Gebäude beschäftigen die Stadt schon lange. Dieses Archivfoto zeigt ein verfallendes, leerstehendes Fachwerkhaus in Schweinsberg aus dem Jahr 2008. Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Die Verwaltung bringt jetzt doch ein Förderprogramm für historische Ortskerne auf den Weg. Im Mai hatte die Verwaltung bereits zum ersten Male den Entwurf für ein solches Programm an die politischen Gremien gegeben. Bevor es aber zu einer Beratung kam, zog Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) die Vorlage zurück, legte sie „auf Eis“.

In der jüngsten Stadtparlamentssitzung setzte die CDU-Fraktion mit einem Antrag durch, dass nun doch im nächsten Jahr ein Förderprogramm auf den Weg gebracht wird. Seinerzeit waren insgesamt 100.000 Euro dafür vorgesehen, die die Verwaltung im Haushalt 2011 einplanen soll.

Der CDU-Antrag erntete deutlichen Widerspruch von der SPD, die zwar einen Sinn in einer Förderung sieht, aber vor allem auf Stadtallendorfs miserable Haushaltslage blickt.

Maria März (CDU), Stadtverordnete und Niederkleins Ortsvorsteherin, hatte den Antrag zuvor begründet. Bei ihr hänge besonders viel Herzblut daran, zumal Niederklein noch in keiner Dorferneuerung gewesen sei.

Politische Unterstützung bekam die CDU von Bürgerblock / FDP und den Republikanern. Manfred Thierau (Rep) räumte zwar „Bauchschmerzen“ angesichts der Finanzen ein, sah aber auch Handlungsbedarf.

Das Förderprogramm soll, wenn das Parlament im Laufe der nächsten Monate die Richtlinien endgültig verabschiedet hat, alle historischen Ortskerne umfassen. Das beträfe alle Stadtteile, das alte Dorf, aber nicht den Stadtteil Hatzbach, wo Gebäudesanierungen derzeit durch die Dorferneuerung bezuschusst werden.

In Stadtallendorf gibt es durchaus Erfahrungen mit derartigen Förderprogrammen. Drei Jahre lang förderte die Stadt Fachwerksanierungen im alten Dorf mit bis zu 10 000 Euro je Projekt. 2003 wurde das Programm nicht mehr verlängert, zum einen, weil das Interesse nachließ, zum anderen weil die Finanzen diese freiwillige Förderung seinerzeit nicht mehr zuließ.

von Michael Rinde

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