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Stadt rechnet mit Minus von 725.000 Euro

Amöneburg Stadt rechnet mit Minus von 725.000 Euro

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg brachte am Montag in der Stadtverordnetenversammlung den Haushaltsplan für das Jahr 2010 ein.

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Michael Richter-Plettenberg steht vor dem Rathaus und hält den Haushaltsplan 2010 in seinen Händen.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. „Es gibt Grund zur Sorge, aber nicht zur Panik“, sagte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg mit Blick auf den Haushaltsplan 2010, an dessen Ende ein Minus von rund 725.000 Euro steht. „Diesmal schaffen wir es nicht, dass er ausgeglichen ist“, ergänzte er mit Blick auf die CDU-Fraktion, die im vergangenen Jahr auf Biegen und Brechen eine Null am Ende sehen wollte – was der Rathauschef letztendlich mit „halbseidenen Ansätzen“ auch schaffte.

Nun brechen der Gemeinde nach Auskunft des Kämmerers die Einnahmen weg:10 Prozent sind es bei der Einkommensteuer, 35 Prozent durch die Verringerung der Schlüsselzuweisungen: „Das macht bei unseren eigentlich wichtigsten Einnahmen 732.000 Euro weniger aus – und das ist selbst mit den größten Sparanstrengungen nicht kompensierbar.“

„Wirtschaft ist auch Psychologie“, sagte Richter-Plettenberg und animierte die Stadtverordneten, positiv zu denken. Er verwies zum Beispiel auf das Land Hessen, das in seinen Bilanzen für das Jahr 2010 ein Minus von 58 Milliarden Euro aufweise: „Es ist aber noch lange nicht bankrott, sondern eines der leistungsstärksten Bundesländer Deutschlands.“ Das doppische Rechnungswesen sei für die öffentliche Hand eben nicht geeignet, ergänzte der Verfechter der Kameralistik, und betonte, dass nahezu alle Gemeinden im Kreis einen unausgeglichenen Haushalt vorlegen werden.

von Florian Lerchbacher

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