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Ostkreis Stadt räumt versehentlich die falsche Grabstätte ab
Landkreis Ostkreis Stadt räumt versehentlich die falsche Grabstätte ab
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19:29 26.06.2009
Irene Nahrgang steht vor dem Grab ihres Mannes, das die Stadt versehentlich abgeräumt hat. Quelle: Florian Lerchbacher

Niederklein. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Das ist ganz normal“, sagt Irene Nahrgang, lässt ihren Blick über den Niederkleiner Friedhof schweifen und kämpft kurz um ihre Fassung. In der vergangenen Woche war nach 30 Jahren die Ruhezeit des Grabes ihrer Mutter abgelaufen, also beauftragte die Stadtallendorferin die Stadt, es abzuräumen.
Freitags bekam sie einen Anruf der Verwaltung und erhielt die Nachricht, es sei „etwas Furchtbares“ passiert: „Die Mitarbeiter des Bauhofs hatten nicht das Grab meiner Mutter sondern versehentlich das meines Mannes abgeräumt.“ Walter Nahrgang war vor 20 Jahren gestorben, weitere 10 Jahre hätte sein Grab also noch liegen dürfen. Die Fehlersuche ist einfach: Die Ruhestätte der Mutter hat die Nummer 17, die des Mannes die Nummer 117. Prekär ist aber: In der „Reihe“ der Mutter sind nur noch zwei Gräber übrig, schließlich war dort die Ruhezeit der umliegenden Gräber ebenfalls in der nahen Vergangenheit abgelaufen. Das Grab des Mannes lag indes inmitten von Gräbern, die aus den Jahren 1989 und 1990 stammen – nun klaffte in der säuberlich gepflegten Reihe eine Lücke.„Die Mitarbeiterin der Stadt hat sich bei mir entschuldigt“, sagt Irene Nahrgang und betont, dass sie Verständnis für Fehler hat – besonders auch, weil die Angestellte als Krankheitsvertretung an anderer Stelle eingesprungen war. Was die 79-Jährige aber maßlos ärgert ist, was nach dem Fehler kam: „Auf dem Friedhof sah es schlimm aus: Niemand hatte das Grab so weit möglich wieder in Ordnung gebracht, in der Erde waren sogar noch Fußabdrücke zu sehen. Nichts war sauber gemacht, die Stadt hatte nicht einmal Blumen gebracht.“
von Florian Lerchbacher
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