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Stadt hat Fördertöpfe im Blick

Hoffnung Stadt hat Fördertöpfe im Blick

Die Stadt Neustadt will sich um eine Aufnahme in das Hessische Dorf-entwicklungsprogramm bewerben und so Fördermittel für Mengsberg und Speckswinkel abgreifen.

Neustadt. „Demografischer und sozioökonomischer Wandel stellen viele Städte und Gemeinden im ländlichen Raum (...) vor große Herausforderungen, die eine ganzheitliche kommunale Strategie und ein abgestimmtes Handeln aller am kommunalen Entwicklungsprozess beteiligten Personen erforderlich machen. Das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen unterstützt die Kommunen bei den notwendigen Anpassungsprozessen“, heißt es in einer Vorlage, über die am Montag Neustadts Stadtverordnete während ihrer Versammlung in Momberg (Beginn um 18.30 Uhr) entscheiden müssen.

Das bedeutet: Die Stadt möchte einmal mehr an einem Förderprogramm teilhaben, das besonders auf kleine Dörfer ausgerichtet ist. Schon lange fordert Bürgermeister Thomas Groll das Land auf, die Kommunen im ländlichen Raum mehr zu unterstützen; so käme die Stadt auf Umwegen an Gelder. Ziel des Bürgermeisters ist es, Mengsberg und Speckswinkel mit Fördermitteln auszustatten: Momberg befinde sich am Ende der Dorferneuerung, die Kernstadt komme wohl aufgrund der Förderbedingungen nicht in Frage: Förderfähig seien nur Orte, die weniger als 6000 Einwohner haben: „Mit Zweitwohnsitzen kommen wir in Neustadt auf mehr als 6000 Einwohner.“

Entscheidung über Bewerbung fällt am Montag

Für Mengsberg spreche, dass die Teilnahme an der Dorferneuerung 25 Jahre her sei und der Ort die „positiven Aspekte“ aus der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vorweisen könne. Speckswinkel sei geeignet, weil dort das Projekt „Dorfmitte“ ein wichtiger Ansatz sei: Während der Förderperiode dürfen in den Orten keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden - was ja zum Projektziel passen würde, die Dorfmitte und ihre Wohnräume wiederzubeleben.

Weitere Förderrichtlinien seien noch nicht bekannt, „gleichwohl ist es angezeigt, frühzeitig die notwendigen Willensbekundungen durch die Stadtverordnetenversammlung fassen zu lassen, um im Frühjahr 2014 entsprechend kurzfristig reagieren zu können“.

- Weitere Themen, mit denen sich die Stadtverordneten am Montag im Dorfgemeinschaftshaus befassen, sind Vorlagen zur Gebührensatzung der Kindergärten und zu einem Windpark „Dreiherrenstein“ sowie die Haushaltseinbringung.

von Florian Lerchbacher

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