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Stadt: „DRK hat Zuschuss abgewohnt“

DRK Kirchhhain Stadt: „DRK hat Zuschuss abgewohnt“

Mit Sorge, Enttäuschung und Traurigkeit verfolgen die Kirchhainer DRK-Altvorderen Franz Borggreve und Hermann Albrecht die Entwicklung um die DRK-Bereitschaft, die ihr an den Feuerwehrstützpunkt angebautes Heim räumen soll.

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In dieser Garage sollen Fahrzeug und Ausrüstung der DRK-Bereitschaft Kirchhain künftig untergebracht werden.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Zu den zwischen DRK und Stadt umstrittenen Nutzungs- und Eigentumsrechten für den 1965 fertiggestellten Anbau haben die beiden Zeitzeugen ihre eigene Meinung. Beide sprechen gegenüber der OP von „unserem DRK-Heim.“

Die DRK-Bereitschaft habe vor dem Umzug auf den Festplatz einen Raum in der Alten Schule nutzen dürfen. Dieser habe sich später als als nicht mehr ausreichend erwiesen, erinnert sich der damalige Bereitschaftsführerer Borggreve im Gespräch mit dieser Zeitung.

Bürgermeister Heinrich Weber habe versprochen, für eine angemessene Unterbringung des DRK zu sorgen. Und er habe Wort gehalten. Die Stadt habe das Gebäude im Rohbau erstellt und später bei der Einweihung ihm als Bereitschaftsführer „zur uneingeschränkten Nutzung für das DRK übergeben“, berichtet Borggreve.

50 Prozent der Gesamtkosten seien durch Spenden Kirchhainer Bürger, Sachspenden, Zuschüsse des Landkreises, des DRK-Ortsvereins, des DRK-Kreisverbandes und vor allem durch Eigenleistungen der Mitglieder erbracht worden. „Wir haben den kompletten Ausbau inklusive Dacheindeckung selbst gemacht“, stellt der 80-Jährige klar. „Die Inhaber von Baufirmen unter den DRK-Mitgliedern hätten die Oberaufsicht über die Arbeiten gehabt. Hermann Albrecht hat allein die komplette Elektroinstallation gemacht“, sagt Borggreve.

Der Angesprochene, heute ehrenamtlicher Stadtrat in Kirchhain, bestätigt diese Darstellung. Wie Borggreve fällt es Albrecht schwer zu akzeptieren, dass das DRK im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrstützpunktes seine eigenen Räume aufgeben soll, obwohl es seine damals mit der Stadt vereinbarten ehrenamtlichen Hilfsleistungen stets erbracht habe. „Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Das Vorgehen der Stadt ist blamabel und der DRK-Bereitschaft gegenüber ungerecht“, sagt Borggreve, der nun wegen der schwierigeren Bedingungen – die Rot-Kreuzler sollen an 32 Wochenenden im Jahr von Freitag bis Sonntag Gastrecht im großem Mehrzweckraum der Feuerwehr genießen – den Bestand der DRK-Bereitschaft gefährdet sieht. Albrecht teilt diese Befürchtung: „Es baut sich Frust in der Bereitschaft auf.“

Beide hoffen, dass sich in dem Konflikt noch eine Lösung findet, die sowohl den Interessen der Feuerwehr als auch der DRK-Bereitschaft gerecht wird.

von Matthias Mayer

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