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Spielplatz bleibt Traum, Fußweg kommt

Stadtallendorf Spielplatz bleibt Traum, Fußweg kommt

Ein Spielplatz für das DAG-Gebiet war viele Jahre ein politischer „Dauerbrenner“. Seitdem es Fußgänger schwerer denn je haben, zum Spielplatz im Park zu kommen, gewinnt das Thema neue Bedeutung.

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Dieser Fußweg, von der Kinzigstraße aus gesehen, endet an der Ferrero-Umgehung. Die Stadtverwaltung plant eine neue Wegeverbindung in das DAG-Gebiet. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Ein Familienvater aus der Moldaustraße, seit vielen Jahren Bewohner des DAG-Gebiets, macht am Telefon seinem Frust Luft. Seit es die neue Umgehungsstraße gebe, könnten Eltern ihre Kinder nicht mehr zu Fuß in den Heinz- Lang-Park schicken. „Viel zu gefährlich und auch zu weit“, bringt er es auf den Punkt . Und er erinnert daran, dass der Bau eines Spielplatzes im DAG-Gebiet schon sehr lange ein Thema ist. Doch er weiß auch, dass dieser Spielplatz in der Vergangenheit vor allem am fehlenden städtischen Grundstück scheiterte. „Wo sollen unsere Kinder jetzt eigentlich noch spielen?“, fragt er im Gespräch mit der OP.

Das Thema beschäftigt Bürger, Stadtverwaltung und Kommunalpolitik seit vielen Jahren. In Bürgermeister-Wahlkämpfen kam es immer wieder zur Sprache. Doch eine Lösung gibt es nicht. Im Haushaltsplan 2013 standen immerhin rund 70000 Euro für die Anlage eines Spielplatzes bereit. Doch das Geld konnte nicht ausgegeben werden. Zwischenzeitlich hatte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) einigen Optimismus verbreitet, gab es doch einige Grundstücks-Angebote. „Doch die waren angesichts der Preisvorstellungen und teilweise aufgrund der Lage nicht attraktiv für uns“, sagt Somogyi auf Anfrage der OP. Er wolle das Geld, was im Haushalt stehe, nicht nur für einen Grundstückskauf aufwenden müssen. „Wir sind aber weiterhin für Hinweise und Angebote dankbar“, betont der Kämmerer, der das Thema keineswegs zu den Akten legen will. Schließlich solle das DAG-Gebiet für Familien mit Kindern attraktiv bleiben.

Ein Grundstück in der Warthestraße gehört der Stadt seit 2002. Laut Somogyi scheint es inzwischen aber nicht für einen Spielplatz geeignet zu sein. Gesucht wird ein Grundstück, das nicht an Rande des Wohn- wie auch Industriegebiets liegt. Das Stichwort lautet in dem Zusammenhang „soziale Kontrolle“. Ein künftiger Spielplatz sollte möglichst von Wohnhäusern umgeben und aus allen Richtungen gut erreichbar sein. Beim anderen Thema, das den Bewohner der Moldaustraße bewegt, ist Abhilfe schon wesentlich eher in Sicht.Denn die Probleme mit der Fußwege-Verbindung in das DAG-Gebiet ist seit Bau der „Ferrero-Umgehung“ im Bewusstsein der Stadtverwaltung - nicht zuletzt aufgrund der Klagen von Betroffenen. „Da gibt es ein Versäumnis, das wir ausgleichen müssen“, sagt Somogyi, der die Klage des Moldaustraßen-Bewohners nachvollziehen kann. Die Fußweg-Problematik hatte bei den jahrelangen Diskussionen über die Straßenplanung keinerlei Rolle in den städtischen Gremien gespielt. Erst als die Schwierigkeiten offenbar wurden, gab es Reaktionen.

Die Verwaltung hat inzwischen eine Planung für eine Fußwegverbindung, die am Kreisverkehr Rheinstraße/Waldstraße beginnen und in das DAG-Gebiet führen soll, erstellt. Somogyi will im Haushaltsentwurf 2014 entsprechend Geld dafür vorsehen lassen, rund 250000 Euro Kosten hat die Verwaltung veranschlagt. Die Details sollen zunächst den städtischen Gremien vorgestellt werden. „Das alles steht natürlich unter dem Vorbehalt, dass das Parlament dem zustimmt“, betont der Kämmerer.

Nach Fertigstellung der neuen Kreisstraße 92 hatte die Stadt auf eigene Kosten bereits Straßenlampen auf der Wegeverbindung von der Kinzigstraße in Richtung neue Umgehungsstraße aufstellen lassen. Den Anwohner-Wunsch nach einer Fußwegeverbindung über Ferrero-Gelände hatte das Unternehmen seinerzeit aus versicherungsrechtlichen Gründen ablehnen müssen.

von Michael Rinde

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