Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Spezialitäten und ganz Spezielles

Martinsmarkt Spezialitäten und ganz Spezielles

Auch zur 34. Auflage des Martinsmarktes, der wie immer vom Verkehrs­verein organisiert worden war, strömten tausende Besucher in die Kirch­hainer Innenstadt.

Voriger Artikel
Stadtallendorferin verunglückt an Gleis 2
Nächster Artikel
Polka und Walzer vor vollem Haus

Der Krammarkt war wie immer gut besucht. Dabei galt: anfassen erlaubt.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Über den Marktplatz schallt fetzige Musik. Viele Besucher haben an den aufgebauten Tischen und Bänken zum gemütlichen Plausch Platz genommen oder stehen an Getränke- und Speiseständen. Sie wippen zur Musik der Band „Menez Brug“ mit den Füßen und genießen den Wein, den die angereisten Winzer ausschenken oder lassen sich die Spezialitäten schmecken, die mobile Gastronomen anbieten.

Zu diesen gehört Yannik Schneider aus Pohlheim, der diesmal nicht nur mit seiner Gulaschkanone zum Martinsmarkt gekommen ist. Zusätzlich hat er erstmals auch Grillschinken im Angebot. „Wir wollten neben den Eintöpfen aus der Gulaschkanone noch etwas besonderes bieten“, erzählt Schneider. Er komme immer gerne nach Kirchhain – nur beim Neujahrsmarkt wären die Plätze knapp.

In der Bahnhofstraße und den Seitenstraßen reihen sich Stand an Stand die Markthändler, die ihre vielfältigen Waren manchmal lautstark anbieten. Eher ruhiger geht es am ständig von Kunden umlagerten Gewürzstand von Andreas Dudel aus Gifhorn zu. Er hat 260 verschiedene Gewürze oder Gewürzmischungen im Angebot. Die Palette reicht von der argentinischen Steakgewürzmischung Chimichurri bis zur Bärlauchkräutermischung. „Die Leute in Kirchhain wissen, dass sie das, was sie brauchen, bei mir auch bekommen“, betont der Händler selbstbewusst. Deshalb komme er auch zu verschiedenen Märkten immer wieder nach Kirchhain.

Ein paar Meter weiter erregen drei junge Frauen in herrlichen Brautkleidern Aufsehen unter den Besuchern. „Wir wollen Aufsehen erregen, damit wir die Flyer für das Brautmodengeschäft besser verteilen können“, sagt eine der „Bräute“, Alice Michalek, im Gespräch mit dieser Zeitung.

Am Hexenturm auf dem Rummel wird es richtig laut. Aus den Boxen der modernen Berg- und Talbahn dröhnt laute Musik. Dann eine fordernde Stimme: „Wollt ihr es noch schneller?“ Ein zustimmendes Kreischen der Fahrgäste ist die Antwort. Das Gleiche auf die Frage: „Wollt ihr noch mehr?“ Und dann kommt die lautstarke Androhung: „Die nächste Fahrt geht rückwärts.“ So viel Spaß wie es den größeren Kindern und Jugendlichen, aber auch jung gebliebenen Erwachsenen hier bereitet, so viel Spaß haben die Kleinen im Polizeiauto oder im Hubschrauber auf dem Kinderkarussell.

Bei bedecktem ruhigen Herbstwetter genießen die Besucher den Martinsmarkt in vollen Zügen, ob beim Schlemmermarkt mit Livemusik, den langen Öffnungszeiten der Geschäftsleute am ganzen Wochenende, beim Schlendern durch die Budenstadt oder beim Vergnügungspark. Vielen geht es dabei so wie der Kirchhainer Familie Bernett. „Man trifft Leute, die man das ganze Jahr nicht trifft“, sagt Mutter Stefanie, die mit ihrem Mann Christoph und den Söhnen Jeremy, der noch im Wagen liegt, und dem viereinhalbjährigen Thibaut gerade vom Vergnügungspark kommt.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr