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Ostkreis „Sonnenkinder“ ziehen später ein
Landkreis Ostkreis „Sonnenkinder“ ziehen später ein
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19:47 11.06.2010
Bei der Grundsteinlegung arbeiten Kirchhains Bauamtsleiter Volker Dornseif (links) und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern Hand in Hand. Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Beim ersten Spatenstich der Kinderkrippe, der in Form der Pflanzung eines Apfelbaumes im Dezember erfolgte, hatte man das Ziel der Eröffnung im Sommer dieses Jahres vor Augen. Doch der langanhaltende Winter verzögerte den Baubeginn, sodass die Einweihung der Krabbelstube für 50 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren erst im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen wird.

Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis beteuerte, dass der vor Jahren eingeschlagene Weg von Seiten der Stadt konsequent verfolgt worden sei. Begonnen habe die Betreuung von Kindern unter drei Jahren 1990 mit zehn Plätzen in der Kindertagesstätte Alsfelder Straße. Wenn der Neubau mit 50 Plätzen fertig sei, erfülle Kirchhain die gesetzlichen Vorschriften. Diese Richtlinien besagen, dass für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz vorhanden sein muss. Durch Investitionsprogramme sei der Bau der Betreuungseinrichtung erst möglich geworden, betonte Preis und nannte die Zahlen: 1,07 Millionen Euro kostet der Neubau. 750.000 Euro zahlt das Land, 107.500 Euro der Kreis.

Bauamtsleiter Volker Dornseif hat die Planung für das zwölfeckige Gebäude erstellt. Das Gebäude hat eine Grundfläche von 2.800 Quadratmetern. Fünf Gruppenräume für jeweils zehn Kinder sollen entstehen. Auch Schlaf- und Ruheräume sind geplant. Alle Räume haben einen direkten Zugang zum in der Mitte des Gebäudes liegenden Innenhof.

Über den geplanten Innenhof, der von einer Kuppel überspannt werden soll, freute sich auch die Leiterin der Krabbelstube Karin Welker. Alle Räume hätten den ganzen Tag Licht, deshalb solle die Einrichtung den Namen „Sonnenkinder“ erhalten.

Die Betreuung für Kinder unter drei Jahren stellte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern als wichtig heraus. Das schaffe gute Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von jungen Familien. Kirchhain sei auf diesem Gebiet führend, erklärte er, gab allerdings bei aller Freude zu bedenken, dass hohe Folgekosten, wie beispielsweise für das Personal, auf die Stadt zukämen. „Trotzdem ist das eine Investition in die Zukunft.“

Während der Feierstunde wurde eine Metallkartusche eingemauert. Sie enthält eine Urkunde mit Sinn und Zweck des Baus, Namenslisten, Baupläne, einige Münzen und eine aktuelle Tageszeitung.

von Klaus Böttcher

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