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Sommer, Sonne, segeln lernen

Kirchhain Sommer, Sonne, segeln lernen

„Leinen los und klar zum Segelsetzen“ hieß es für 50 Kinder beim Segelcamp der Windsurf- und Segelabteilung des TSV Kirchhain

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Niederwald. Sommer, Sonne, segeln lernen. Zum mittlerweile achten Mal organisierte die Windsurf- und Segelabteilung des Turn- und Sportvereins (TSV) Kirchhain ein Segelcamp für Kinder von sechs bis 14 Jahren. Insgesamt 50 Kinder aus der Region nahmen an dem dreitägigen Abenteuerurlaub direkt vor der Haustüre teil.

Zehn Betreuer, sechs davon Segellehrer des TSV, kümmerten sich um die Kinder und brachten ihnen bei, worauf es beim Segeln ankommt.

Neben dem theoretischen Unterricht ist die Praxis außerordentlich beliebt. Zeitweise tummeln sich bis zu 26 Segelboote auf dem kleinen Baggersee. „Da wird es schon mal eng. Aber die Kinder haben die Vorfahrtsregeln drauf. Es ist noch zu keinem Unfall gekommen“, sagt Thorsten Löffler, Jugendwart der Segelabteilung.

Löffler, den die Kinder nur Käpt´n Toto nennen, manövriert in einem kleinen Motorboot zwischen den Nachwuchsseglern umher und gibt Anweisungen. „Den Traveller ein bisschen nach Lee“, ruft er einigen Kindern auf einem Katamaran zu. Die Kinder setzten seine Anordnung sofort um. Für Außenstehende klingen diese ganzen Seglerbegriffe einfach nur befremdlich, der Seglernachwuchs am Niederwälder See hingegen weiß sofort, was zu tun ist. „Innerhalb von drei Tagen lernen die Kinder bei uns alles, um ein Segelboot sicher über den Teich zu schippern“, sagt Löffler.

Auch das Kentern gehört zum Training. „Wer ein Segelboot fahren will, muss es im Notfall auch selbst wieder aufrichten können“, sagt Löffler. Für den echten Notfall hat der Jugendwart neben den sechs Segellehrern auch die DLRG und die Feuerwehr Kirchhain an seiner Seite. Mit eigenen Motorbooten drehen sie ihre Runden auf dem See und sorgen dafür, das kein Kind untergeht. Untergehen wird sowieso schwierig, denn bei Löffler darf der Seglernachwuchs nicht einmal ohne Schwimmweste auf den Steg. „Sicherheit geht vor. Das ist bei der Seefahrt das oberste Gebot“. Und was auf den großen Weltmeeren gilt, kann für den kleinen Baggersee ja nicht verkehrt sein. Die jungen Teilnehmer sind nicht nur auf dem See gesegelt, sondern haben auch drei Tage lang an ihm gelebt. An den Feriensegelkurs angeschlossen war auch ein Übernachtungscamp in Zelten. Mit Lagerfeuer und allem was dazu gehört.

von Tobias Hirsch

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