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Ostkreis Skater zeigen „Lipslide“ und „Kickflip“
Landkreis Ostkreis Skater zeigen „Lipslide“ und „Kickflip“
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19:13 21.08.2011
Ein Skater zeigte beim samstäglichen Contest auf der neuen Anlage im Heinz-Lang-Park unter den Augen der Zuschauer sein Können. Quelle: Alisa Roller

Stadtallendorf. Es ist ein strahlender Sonnentag. Viele Besucher strömen durch den Heinz-Lang-Park. Sie hören ein Gemisch aus dem Toben von Kindern auf dem Piratenspielplatz, den Pfiffen eines Fußballspiels im Stadion und der Musik der Skater, welche einen Wettbewerb auf der neu eingeweihten Skate-Anlage veranstalten.

Die Vorübergehenden bleiben stehen. Fasziniert schauen sie den Auftritten der Skater zu. „Lipslide“, „Kickflip“ oder „50-50-Grind“ heißen die Techniken in der Szene. Die Zuschauer sehen die Skater mit ihrem Board auf ein Geländer springen und an diesem herabgleiten. Sie sehen Skater, die hochspringen und das Board einmal um die eigene Achse drehen lassen, bevor sie lässig wieder darauf landen – ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht und die Anerkennung genießend.

Doch es gibt auch die andere Seite: Missglückte Tricks und Stürze. Ein Skater lässt seiner Enttäuschung freien Lauf und zerstört sein Board mit einem Tritt. Die Beherrschung des Boards, das Können der Fahrer, die dazugehörige Show, aber auch das Spiel um sicheren Stand und Sturz fesselt die Zuschauer. Der einzige, der beim Auftritt Schutzausrüstung trägt, ist der 10-jährige Yannis von Georgi aus Gießen. „Es ist wichtig, denn wenn man stürzt und sich etwas bricht, kann man nicht mehr fahren“, begründet er es pragmatisch.

85.000 Euro hat die Skate-Anlage laut Uwe Volz von der Stadtverwaltung gekostet. Damit dieses Geld nicht an den Vorstellungen der Jugendlichen vorbei investiert wird, habe man besonderen Wert auf deren Einbeziehung gelegt. Bürgermeister Manfred Vollmer lobte Mitverantwortung, den Realitätssinn und die Uneigennützigkeit der Planungsgruppe. Denn nicht nur Skateboarder, sondern auch Inline-Skater und BMX-Fahrer sollen die Anlage nutzen können, wenn auch mit Einschränkungen.

von Alisa Roller

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