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Sitzen wie im Grandhotel

Lieferung aus Übersee Sitzen wie im Grandhotel

Wenn ein Bürgerhaus eine neue Bestuhlung bekommt, ist das nicht unbedingt eine Geschichte wert. Die Geschichte, die hinter den 144 neuen Sitzgelegenheiten in Josbach steht, ist dagegen erzählenswert.

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Ein Josbacher lieferte 294 Luxus-Stühle aus Chicago nach Josbach. Gastronom Klaus Happel (links) und Ortsvorsteher Michael Emmerich zeigen einige der neuen Polsterstühle.

Quelle: Matthias Mayer

Josbach . Ausgangspunkt der Geschichte waren die Renovierungsarbeiten in dem Traditionsgasthaus Deutsches Haus, das Klaus Happel mit seiner Familie in Josbach betreibt. Klaus Happel fasste den Gedanken, dass zum aufgehübschten Festsaal des Gasthauses auch neue Stühle gehören.

Er rief kurzerhand in Chicago bei dem gebürtigen Josbacher Manfred Steinfeld an. Der 87-Jährige stammt aus einer jüdischen Familie und hatte als 13-Jähriger aus seinem Dorf fliehen müssen. In seiner Wahlheimat USA überlebte er als Einziger seiner Familie den Holocaust – und machte nach dem 2. Weltkrieg die berühmte Tellerwäscher-Karriere: Mit geliehenen 10.000 Dollar kaufte er eine insolvente Stuhlfabrik und machte diese zum Weltmarktführer.

Im Alter verlegte er sich auf den Handel mit hochwertigen Stühlen, die als Daniel-Paul-Chairs – benannt nach einem verstorbenen Enkelsohn – vorzugsweise an Luxushotels verkauft werden. Und bei ihm rief Klaus Happel an, um 150 Stühle für sein Haus zu bestellen.

von Matthias Mayer

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