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Sirene plagt die Anwohner

Ortsbeirat Sirene plagt die Anwohner

Im Verkehrs- und Parkplatzkonzept sowie dem Sirenenstandort Siedlung diskutierte der Ortsbeirat vor zahlreichen Besuchern spannende Themen.

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Der Ortsbeirat beschäftigte sich neben dem Sirenenstandort mit dem Parkplatzkonzept und einem Ausbau des Festplatzes.
Archivfoto: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Den Festplatz pflastern oder ein Parkhaus bauen? Die Stadt Amöneburg will die Verkehrs- und Parkplatzsituation in der Kernstadt angehen - Ortsvorsteher Herbert Fischer findet das gut: Bedingt durch die Situation an der Stiftsschule sei er froh, wenn es zu klaren Regelungen, den Marktplatz und die umliegenden Gassen betreffend komme.

Aus Sicht der Feuerwehr kommentierte Hartmut Weber das Parkverhalten während Großveranstaltung: "Wenn dann auf dem Marktplatz oder in der Stiftsschule etwas passiert, dann kann dort keiner hin." Er regte an, alle Schilder aus dem Stadtgebiet zu entfernen, im gesamten Innenstadtgebiet Tempo 30 festzuschreiben, ein absolutes Halteverbot auszusprechen und Parken nur auf den ausgewiesenen Flächen zu ermöglichen. "Ein Parkhaus ist etwas für den 1. April", bezog er Stellung zu Parkhausplänen.

Problem des Festplatzes sei, dass dieser im Naturschutzgebiet liege, ergänzte Fischer. Die Stadt müsse ausloten, ob eine Ausnahmegenehmigung zu erreichen sei. Als "sehr gut" bewertet er den Vorschlag von Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg alle am Verkehr beteiligten Institutionen und Personen am 19. April an einem "Runden Tisch" zu versammeln: "Es muss eine Lösung gefunden werden, mit der alle einverstanden sind", betonte er und hob die gute Kommunikation mit der Stiftsschule hervor, die auch Interesse an einer Regelung habe.

Die Einführung einer Parkplakette für die Anwohner regte Stadtverordneter Winfried Kaul (SPD) an. Vorstellen kann er sich auch einen durch die Wirte finanzierten Pendeldienst, der vor allem an den Wochenenden die Besucher auf den Berg bringt.

Eine Empfehlung sprach der Ortsbeirat während seiner Sitzung nicht aus.

Anschließend folgte eine emotionale geführte Diskussion zum Sirenenstandort in der Siedlung. Maike Wachtel, Ortsbeiratsmitglied und Anwohnerin des Stockbornswegs, stellte die Ergebnisse einer Lärmpegelmessung vor, die Anwohner Peter Herda auf den Weg hatte. Danach wurden Spitzenwerte mit bis zu 113 Dezibel gemessen. "Bei 115 Dezibel muss man schon nach 0,3 Minuten mit einem bleibenden Hörschaden rechnen", sagte Wachtel.

Anwohner des Stockbornsweg kritisieren die zu geringe Masthöhe der Sirenenanlage: Sie überrage die Bebauung nicht, und der Schall treffe direkt die Häuser. Sie schlug eine Erhöhung des Mastes um rund zehn Meter vor.

Mit der bisherigen Höhe sei keine Baugenehmigung erforderlich und daher die Kosten geringer gewesen, erklärte der Bürgermeister. Die Sirene stehe auf einem städtischen Grundstück in der Nähe einer Trafostation. Inzwischen sei ein Schalter eingebaut, der dafür sorge, dass die Sirene nach spätestens drei Minuten abgeschaltet werde. Wenn es gelinge, einen besseren Standort zu finden, sei die Stadtverwaltung aufgeschlossen, erklärte Richter-Plettenberg.

von Karin Waldhüter

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