Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Sieben Punkte deuten auf Granaten
Landkreis Ostkreis Sieben Punkte deuten auf Granaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:42 10.03.2010
Mit einem Bagger legten Munitionsexperten am Mittwoch Granaten frei. Das Gelände wurde außerdem mit Metallsuchgeräten begutachtet. Quelle: Michael Rinde

Niederwald. Ganz schnell ist es dem Unternehmen Cemex gelungen, eine Spezialfirma zu finden, die das Abbaugelände des Kieswerks Herrmann nach Munition absucht. Am Mittwoch begann die weitere Erkundung. Allein am Montag hatte der Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen mehr als 50 Sprenggranaten vom Durchmesser 10,5 Zentimeter freigelegt und abtransportiert. Jetzt ist die weitere Munitionssuche auf dem insgesamt 15 Hektar großen Areal Sache eines Unternehmens, das Cemex beauftragt hat. Die Kosten muss das Kieswerk übernehmen.

Da es sich um deutsche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, hofft Cemex darauf, zumindest einen Teil der Kosten vom Bund erstattet zu bekommen. Es sei gar nicht so einfach gewesen, in der Kürze der Zeit überhaupt ein Unternehmen zu finden, erläutert Thilo Orgis, Projektmanager bei Cemex und auch für das Kieswerk Herrmann zuständig. Am Dienstag brachte ein inzwischen 90 Jahre alter früherer Schäfer zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst weitere Informationen über die dort schlummernde Munition zu Tage.

Der Kampfmittelräumdienst hatte ein Luftbild vom 7. März 1945 parat. Darauf sind sieben stecknadelgroße Punkte zu sehen. Möglicherweise sind das allesamt Munitionsstapel wie derjenige, den ein Bagger am Montag freigelegt hat. „Nichts hat bei der Auswertung des Luftbildes seinerzeit darauf hingedeutet, dass diese Punkte Munition sein könnten. Sie hätten auch ein Heuballen sein können“, erläutert Orgis. Bis vor zwei Wochen galt das Gelände bei Niederwald als munitionsfrei. Inzwischen gilt der Munitionsfund dort als einer der größten in der jüngeren Vergangenheit.

von Michael Rinde

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Die Zukunft der Grundschule Speckswinkel und Mengsberg / Momberg ist nach Annahme von Bürgermeister Thomas Groll nicht in Gefahr.

10.03.2010

Unter den Gewinnern der Adolf-Grimme-Preise, die heute Vormittag bekanntgegeben wurden, ist auch der aus Stadtallendorf stammende Fernsehstar Helmar Willi Weitzel. "Stolz, überwältigt und glücklich" sei er gewesen, als er von der Auszeichnung erfuhr.

10.03.2010

Beim Bistum Fulda hat sich ein zweiter Mann gemeldet, der an der Stiftsschule Amöneburg Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sein soll.

09.03.2010