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Ostkreis Selbstloses Wirken aus dem Hintergrund
Landkreis Ostkreis Selbstloses Wirken aus dem Hintergrund
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17:48 26.08.2012
Ursula Rogg erhielt vom hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, rechts) das Bundesverdienstkreuz. Landrat Robert Fischbach gratulierte der Stadtallendorferin. Foto: Björn-Uwe Klein
Stadtallendorf

Als eine „Teamspielerin“ bezeichnete der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die 68-jährige Ursula Rogg in der Feierstunde zur Überreichung des Bundesverdienstkreuzes. Er habe sie als Person erlebt, die sich nicht gern in den Mittelpunkt stellt und „die dann etwas sagt, wenn sie etwas zu sagen hat.“

Rund ein Dutzend Angehörige aus dem Familien- und Freundeskreis von Ursula Rogg waren zu der Ehrung gekommen. Ebenso auch ein politischer Weggefährte, der langjährige Stadtallendorfer Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU). Neben Vollmer zählten auch Landrat Robert Fischbach (CDU) sowie Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) zu den Laudatoren.

Für Ursula Rogg und die Gäste war es ein bewegender Moment, als Thomas Schäfer und Robert Fischbach die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung übergaben. Schäfer bescheinigte Ursula Rogg eine große Leidenschaft bei ihrem Einsatz für das Gemeinwesen. Auch in persönlich schwierigen Phasen habe sie stets weitergemacht. Ein Punkt, den auch Somogyi und Fischbach hervorhoben. Beide stellten fest, dass Ursula Rogg ihre persönlichen Bedürfnisse oftmals zurückgestellt habe - etwa als Witwe und alleinerziehende Mutter oder bei der Pflege ihrer Mutter und deren Schwester.

Manfred Vollmer nannte Ursula Rogg einen „ruhigen Menschen, der gern im Hintergrund bleibt.“ In der Politik habe ihre „angenehme, zurückhaltende Art, ruhig und bewegt, uns Heißspornen manchmal gut getan.“ Wenn ihr ein Anliegen wichtig gewesen sei, habe sie aber auch „zubeißen können wie ein Terrier.“

Ursula Rogg war von 1979 an Stadtverordnete in Stadtallendorf. 1989 wechselte die Christdemokratin in den Magistrat der Stadt, dem sie bis Anfang 2012 ununterbrochen angehörte. Heute ist sie Ehrenstadträtin. Als Erste Stadträtin war sie von 1999 bis 2001 Stellvertreterin des Bürgermeisters und machte sich um die Planung und Errichtung des Veranstaltungs- und Verwaltungszentrums der Stadt verdient. Von 2001 bis 2006 saß sie im Kreistag, wo sie sich im Ausschuss für Familie, Jugend, Soziales, Arbeit und Gesundheit engagierte.

Neben ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit war Ursula Rogg seit 1985 in der katholischen Kirchengemeinde St. Katharina aktiv: Als Schriftführerin und Kassiererin im Frauenchor, als Kommunionhelferin und seit vielen Jahren im Besuchsdienst. Einmal wöchentlich besucht sie Senioren im Altenheim.

Für ihre ehrenamtlichen Verdienste erhielt Ursula Rogg bereits 1995 den Ehrenbrief des Landes Hessen. Im Jahr 2000 wurde sie mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie 2000 mit der Verdienstmedaille und der Ehrennadel und 2009 mit der Ehrennadel von Stadtallendorf ausgezeichnet.

„Ihr uneigennütziges soziales Engagement - das bestätigen auch die Menschen, die Sie kennen und seit vielen Jahren begleiten“, sagte Dr. Thomas Schäfer und unterstrich, dass dies „weit über das übliche Maß“ hinausgehe.

Die Geehrte selbst machte der ihr nachgesagten Bescheidenheit auch am Tag der Auszeichnung alle Ehre. Als sie die Nachricht erfahren habe, dass sie das Bundesverdienstkreuz erhalten solle, sei ihr erster Gedanke gewesen: „Was hast du eigentlich gemacht?“ Ein Satz, den ihre Laudatoren schmunzelnd aufnahmen und ihr als Beweis für Selbstlosigkeit zugute hielten.

von Björn-Uwe Klein

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