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„Segen wirkt nicht ohne unser Zutun“

Motorradgottesdienst „Segen wirkt nicht ohne unser Zutun“

Ausnahmezustand herrschte am Samstagnachmittag rund um die Herrenwaldkirche: Zum 13. Ökumenischen Motorradgottesdienst versammelten sich rund 120 Biker auf ihren Maschinen, um Gottes Segen zu erbitten.

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Pfarrer Diethelm Vogel segnet die Zweiräder.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Normalerweise herrscht im Wohngebiet rund um die Herrenwaldkirche samstagnachmittags Ruhe. Diesmal knatterten jedoch die Motoren zahlreicher Zweiräder. Jedes Jahr im Mai eröffnen die „Motorradfreunde Marburger Land“ die Motorradsaison mit einem Gottesdienst. „Motorradfahren ist für uns ein Gruppenerlebnis, verbunden mit einem intensiven Erlebnis von Gottes Schöpfung, dem Erleben von Wind, Kälte und Sonne“, sagt Günter Köller, Pressewart der Motorradfreunde.

Motorradfahren hat aber auch eine andere Seite. Bei einem schweren Unfall im vergangenen Jahr wurden Köller und seine Frau Gudrun schwer verletzt. „Da ist bei uns der Schutzengel mitgefahren“, ist er sich sicher.

Zum zweiten Mal zelebrierten am Samstag Pfarrerin Stefanie Busch und ihr katholischer Amtsbruder Diethelm Vogel gemeinsam den Motorradgottesdienst – unterstützt durch Vereinsmitglieder, die im „Biker-Psalm“ und in Fürbitten um Beistand, das rechte Maß, Gelassenheit und Schutz vor Übermut baten. Der Segen sei „keine kostenlose Versicherung gegen alle Eventualitäten“, sondern werde nur dann fruchtbar, wenn man entsprechend handele, betonte Vogel und ergänzte: „Gottes Segen wirkt nicht ohne unser Zutun und Verantwortungsbewusstsein.“ Der Pfarrer segnete später auf dem Kirchenvorplatz die Maschinen mit Weihwasser – ehe er und Busch (als Sozia auf dem Motorrad des Vorsitzenden Jürgen Wasserberg) beim Konvoi nach dem Gottesdienst mitfuhren.

Als einer der ältesten der 56 Mitglieder der Motorradfreunde war der 75-jährige Heinrich Jesberg mit seiner BMW R 80 dabei. Und auch sechs Motorradfreunde aus Emsdorf waren zu dem Gottesdienst gekommen. „Man fühlt sich einfach beruhigter mit Gottes Segen“, erklärte Ewald Lauer.

von Karin Waldhüter

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