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Schwerer Unfall in Hertingshausen

Alkohol im Spiel Schwerer Unfall in Hertingshausen

Hertingshausen. Der Wohrataler Ortsteil Hertingshausen liegt am Ende einer Kreisstraße - Durchgangsverkehr gibt es hier nichts. Deshalb dürfte das von Wald und Wiesen umgebene Dorf aus verkehrlicher Sicht zu den sichersten Orten des Landkreises gehören.Gestern passierte es dann doch.

Hertingshausen. Gegen 15 Uhr wurde der Fahrer eines Leichtkraftrades bei einem Unfall in Hertingshausen schwer verletzt. Wie ein Polizeibeamter der Polizeistation Stadtallendorf berichtete, war der Mann auf der abschüssigen Hugenottenstraße unterwegs. In einer Kurve prallte der alkoholisierte Fahrer mit dem Vorderrad seines Krades gegen den Bordstein und stürzte.

Andere Unfallbeteiligte oder Zeugen gab es nicht. Der Verunglückte, ein 54-Jähriger aus Rosenthal, wurde später auf der Straße liegend gefunden.

Der herbeigerufene Rettungsdienst stellte so schwere Verletzungen fest, dass er einen Rettungshubschrauber alarmierte. Die Helikopter-Crew flog den Mann ins Marburger Uni-Klinikum.

Mann liegt auf Bahnsteig - kein Passant hilft

Unmittelbar vor dem Notruf aus Hertingshausen hatte der Polizeibeamte einen spektakulären Einsatz im Stadtallendorfer Bahnhof. Auf dem Bahnsteig lag ein Mann nahe an der Kante zum Gleis. "Mehrere Passanten hielten sich dort auf, aber keiner kam auf die Idee, wenigstens die 110 zu wählen", empörte sich der Beamte über die Gleichgültigkeit der Augenzeugen. Der Lokführer eines durchfahrenden Güterzugs alarmierte die Polizei, die den Mann schnarchend, volltrunken und nicht ansprechbar vorfand. "Er hätte ausgeraubt werden können oder hätte sich durch eine unkoordinierte Bewegung in höchste Gefahr bringen können", sagte der Beamte der OP.

Erst am Freitag hatte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Antrittsrede die Unkultur des Wegschauens kritisiert. Die Passanten im Stadtallendorfer Bahnhof hat er offenbar nicht erreicht.

von Matthias Mayer

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