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Schwarze Kleidung trotz praller Sonne

Musikfestival Schwarze Kleidung trotz praller Sonne

Drei Tage lang herrschte auf dem alten Sportplatz in Langendorf der Ausnahmezustand: „Bier, Spaß und Heavy Metal“ war das Motto des neunten Ragnarock Open-Air-Festivals.

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Uwe Kilian, Bassist der Band Lay Down Rotton schüttelt wild seine Haarmähne. Und er war nicht der Einzige: Etwa 800 Heavy-Metal-Fans besuchten am Wochenende das neunte Ragnarock Open-Air-Festival in Langendorf.

Quelle: Jannik Vöhl

Langendorf. Am Donnerstag wurde das beschauliche und sonst so friedliche Langendorf wieder einmal von einer Horde schwarz gekleideter Menschen „überrannt“. Die Devise der 800 Gäste lautete auch beim mittlerweile neunten Ragnarock Open-Air-Festival: „Bier, Spaß und Heavy Metal“.

Der Donnerstag war mit nur fünf Bands der kürzeste Tag des Festivals, was die Fans des Heavy Metal trotz der prallen Sonne nicht davon abhielt, sich vor der Bühne zu sammeln und „die Sau raus zu lassen“. Schmerzlich vermisst wurde jedoch der Auftritt von Reflector, der wegen technischer Probleme ausfiel.

 

Mit Liedern wie „Against the wall“ und „When the sun goes down“ bildete die Marburger Band Dystocia einen brachialen Auftakt am Freitag. Das Quintett, bestehend aus Sänger Milosz Krala, den beiden Gitarristen Kiljan Kaffenberger und Fleming Schürmann, Schlagzeuger Martin Kaiser und Bassist Benjamin Drogart, als Ersatz für Isabel Paehr, heizte den Fans mit ihrem Death Metal ordentlich ein. Gefolgt von der Black Metal Band Skagerrack und Mofaclub Marburg mit ihren provokanten Texten war der Grundstein für einen lauten und zufriedenstellenden Freitag bereits gelegt. Als letzte Band des Abends spielte Lay Down Rotten, die man getrost als „kleinen Headliner“ bezeichnen konnte. Ihr energiereicher Auftritt fand mit dem Lied „Reconquering the pit“ ein bombastisches Ende.

Auch der Samstag gönnte den Ohren des Publikums keine Gnade, im Gegenteil, Hyems, die Black-Death Größe aus Siegen, gab sich ebenfalls die Ehre und bewies Gitarren- und Stimmbandquälerfertigkeiten vom Feinsten. Mit den beiden Bands Lower Than Zero und Cripper sollte nun auch in Langendorf das Vorurteil, Frauen seien in Metal-Bands falsch aufgehoben, gänzlich ausradiert werden. Auch Face Down Hero war einmal mehr mit von der Partie beim Ragnarock Open-Air. Den krönenden Abschluss bildete das Metal-Urgestein Sodom. Mehr als 90 Minuten zeigten sie, dass sie auch nach knapp drei Jahrzehnten noch jede Bühne zum Glühen bringen können. Lieder wie „M-16“ und „Wachturm“ stellten die Stimmbänder des Publikums auf eine harte Zerreißprobe.

von Jannik Vöhl

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