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Ostkreis „Schwalbennest“ soll Abhilfe schaffen
Landkreis Ostkreis „Schwalbennest“ soll Abhilfe schaffen
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17:13 24.01.2018
Die Krabbelstube „Schwalbennest“ wird für ihre Reaktivierung renoviert und energetisch saniert. 20 Kinder unter drei Jahren sollen dort ab Februar unterkommen. Quelle: Matthias Mayer
Kirchhain

Seit dem 1. August 2013 haben alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zur Einschulung einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz oder auf einen Platz in einer Kindertagesstätte.

„Der Rechtsanspruch kann, wie in der Vergangenheit, nur bedingt umgesetzt werden“, antwortete Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) auf eine Kleine Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Uwe Pöppler.

Der Bürgermeister bestätigte die Existenz einer Warteliste. Im Kindergartenjahr 2016/2017 habe die Stadt 13 U3-Kindern keinen Platz anbieten können. Im Kindergartenjahr 2017/2018 sei die Warteliste auf 40 Kinder angewachsen.

Zukunftsweisendes und bedarfsorientiertes Betreuungsmodell

Abhilfe soll nun die für einige Jahre stillgelegte und zeitweise als Raumreserve dienende Krabbelstube „Schwalbennest“ schaffen. Das Gebäude in unmittelbarer Nähe der städtischen Kita an der Alsfelder Straße wird derzeit mit Unterstützung des Landes Hessen saniert. Wie der Bürgermeister berichtete, soll das „Schwalbennest“ zum 1. Februar kommenden Jahres wiedereröffnet werden. Dann könne die Stadt zusätzlich 20 Plätze für U3-Kinder anbieten.

Olaf Hausmann kündigte an, dass in Zusammenarbeit mit der Fachaufsicht des Landkreises ein zukunftsweisendes und bedarfsorientiertes Betreuungsmodell für die Stadt Kirchhain erarbeitet werden soll.

Uwe Pöppler sprach über eine Kleine Anfrage ein weiteres Mangelthema an: öffentliche und kostenlose WLAN-Zugänge in der Stadt.

Der Bürgermeister räumte ein, dass es in Kirchhain derzeit nur beschränkt öffentliches WLAN gibt:

  • im Bürgerhaus - für Sitzungen, Märkte und Veranstaltungen.
  • im Rathaus - für Sitzungen und Präsentationen. n im Jugend- und Kulturzentrum - für die Nutzung der dort betreuten Gruppen. Das heißt übersetzt: Einen für jedermann jederzeit verfügbaren städtischen WLAN-Zugang gibt es derzeit noch nicht. Aber daran soll sich etwas ändern. Wie der Bürgermeister berichtete, hat die Stadt schon Ende vergangenen Jahres ihren Bedarf an WLAN-Hotspots der Breitband Marburg-Biedenkopf gemeldet. Zugleich gelte es, ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer mittelhessischer Landkreise abzuwarten. Und die EU biete ein Förderprogramm für WLAN-Hotspots an, für die wohl um den Jahreswechsel herum Projektvorschläge für eine Förderung eingereicht werden können. Für die Realisierung dieser Ziele befinden sich laut Hausmann 15000 Euro im Etatentwurf 2018.

von Matthias Mayer