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Ostkreis Schwabendorf ist ausverkauft
Landkreis Ostkreis Schwabendorf ist ausverkauft
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00:21 26.11.2018
Ausverkauft! Innerhalb von gut zwei Jahren hat die Stadt Rauschenberg alle 14 Bauplätze im Schwabendorfer Neubaugebiet Am Leimenfeld verkauft. Quelle: Matthias Mayer
Rauschenberg

Fast ganz zum Schluss stimmten die Parlamentarier dem Verkauf von zwei Bauplätzen an zwei Ehepaare in Schwabendorf einstimmig zu. Die Plätze liegen im Neubaugebiet Auf dem Leimenfeld, sind 818 und 857 Quadratmeter groß. Sie wurden zum Quadratmeterpreis von 44 Euro veräußert, inklusive der Beiträge für den Bau der Straße, der Wasserleitung und des Kanals. Die Käufer verpflichten sich, ihre Grundstücke innerhalb von zwei Jahren zu bebauen.

So weit, so unspektakulär. Aber dann stellte Bürgermeister Michael Emmerich fest: „Das Neubaugebiet Schwabendorf ist Geschichte. Alle Grundstücke sind verkauft und in Schwabendorf gibt es keine Bauplätze mehr.“ Jetzt arbeite die Stadt daran, die restlichen Bauplätze im Neubaugebiet Bracht zu verkaufen und die Grundlagen für die Baugebiete in Albshausen und in Ernsthausen zu schaffen.

Kritiker hatten das Schwabendorfer Baugebiet wegen seiner 14 Bauplätze als überdimensioniert bezeichnet. Jetzt sei es innerhalb von gut zwei Jahren gelungen, alle 14 Bauplätze zu verkaufen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinrich Müller.

Der Landwirt aus Schwabendorf wäre ein schlechter Sachverwalter seines Dorfes, wenn er nicht gegen die Aussicht, dass in seinem Dorf auf Jahre nicht gebaut werden könne, protestiert hätte. Die Entwicklung Auf dem Leimenfeld habe sich über zehn Jahre hingezogen. Es müsse auch weiterhin Bauplätze für Schwabendorfer geben.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Thamke entgegnete, dass zunächst die anderen Projekte Priorität genießen. Vor ein, zwei Jahren werde in Schwabendorf wohl nichts passieren, sagte der Brachter.

Michael Emmerich sah die Prioritäten zuerst in der Kernstadt und den anderen Stadtteilen. Bei Bedarf werde die Stadt auf Schwabendorf zugehen, versprach der Bürgermeister.

Am Rande der Sitzung, die im Josbacher Bürgerhaus stattfand, teilte der Bürgermeister mit, dass der Magistrat eine überplanmäßige Ausgabe für den Wander-Märchen-Weg beschlossen habe. Zugleich gab er den Stadtverordneten zur Kenntnis, dass es zu Verzögerung im Bauablauf am Dorfgemeinschaftshaus in Schwabendorf gekommen sei. Dennoch sei mit der Fertigstellung bis Weihnachten zu rechnen. Außerdem liege der Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2017 vor. Mit einem Überschuss in Höhe von 11.000 Euro habe die Stadt eine Punktlandung hingelegt, erklärte der Kämmerer.

von Matthias Mayer