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Schulleiterin macht sich mit Scherben-Streit unbeliebt

Rauschenberg Schulleiterin macht sich mit Scherben-Streit unbeliebt

Das konnte er nicht auf sich und den Rauschenbergern sitzen lassen: Bürgermeister Manfred Barth wandte sich wegen des Verhaltens der Grundschulleiterin an das Staatliche Schulamt.

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Rauschenberg. Am 8. August berichtete die OP in der Kolumne „Ortsdiener Karl“ darüber, dass ein Rauschenberger Scherben auf dem Sportgelände der Grundschule entdeckt hatte. Als der Mann die Grundschulleiterin darauf hinwies, reagierte Nicoletta Pfrommer ungehalten und „beschimpfte“ ihn – wie der Mann es ausdrückte.

Kurze Zeit später – am 13. August – reagierte Nicoletta Pfrommer in einem in der OP erschienen Leserbrief darauf. Darin schrieb sie, dass man sie in ihrer Freizeit mit schulischen Belangen „in Ruhe lassen“ und „außerhalb der Dienstzeit nicht mit beruflichen Angelegenheiten konfrontieren solle“.

Nun nahm das Staatliche Schulamt in Marburg schriftlich Stellung zu diesem Vorfall. Pfrommer erwecke durch ihre Formulierungen den Eindruck, dass Schulferien insgesamt Freizeit seien, in der jede „Vermiesung“ ihrer Freizeitgestaltung zu unterlassen sei. „Diese Meinungsäußerung, gepaart mit vorwurfsvoll klingenden Formulierungen, steht mit der dienstrechtlichen Situation keineswegs in Einklang“, betont das Staatliche Schulamt.

Richtig sei vielmehr, dass die Lehrkräfte den altersgemäß gestuften Anspruch auf Erholungsurlaub im selben Umfang haben, wie die anderen Landesbediensteten auch. Gingen die Ferien über den Zeitraum des Urlaubs hinaus, sei dies „unterrichtsfreie Zeit“, aber keineswegs Urlaub. „Während der unterrichtsfreien Zeit können die Lehrkräfte durchaus für dienstliche Geschäfte in Anspruch genommen werden“, heißt es in der Stellungnahme der Behörde. Außerdem könne „nicht ernsthaft die Auffassung vertreten werden“, dass die Beseitigung der Scherben bis nach den Schulferien verschoben werden könne. „Schon gar nicht kann es angehen, demjenigen Vorwürfe zu machen, welcher die Sicherheitsbelange anspricht und um die Beseitigung bittet", betont das Schulamt.

von Nadine Weigel

Mehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten OP.

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Den Leserbrief, den die Schulleiterin als Reaktion auf den Glasscherben-Vorfall an die OP schrieb, veröffentlichen wir hier im Wortlaut:

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