Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 17 ° wolkig

Navigation:
Schulgemeinde rückt enger zusammen

Zukunftsvisionen Schulgemeinde rückt enger zusammen

Die Georg-Büchner-Schule (GBS) entwickelt sich inhaltlich und äußerlich weiter. Ein wichtiger gewordenes Thema ist die Elternarbeit, die immer intensiver wird und erste Früchte trägt.

Voriger Artikel
Leben wie zur Ritterszeit
Nächster Artikel
Bewaffneter Räuber überfällt Tankstelle

Bürgermeister Christian Somogyi (links), Schulleiter Urban Sersch und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern (rechts) diskutierten nach einem gemeinsamen Gespräch mit Schülern über ihren Alltag an der GBS. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf hat etwas vorzuweisen: Dokumentiert ist das beispielsweise im Ergebnis der jüngsten Schulinspektion, bei der die GBS mit Note 3,5 nur knapp an der Bestnote vorbeigeschrammt ist. Aber die Schule will sich ständig weiterentwickeln, wie Schulleiter Urban Sersch auch verdeutlicht. So verweist er spontan auf die Themenklassen, die die GBS geschaffen hat. Dabei wählen die Schüler aus den Klassen fünf bis sieben Schwerpunkte aus. „Sport“, „musisch“ oder „Forscher“. An zwei Stunden pro Woche wird in den „Themenklassen“ dann projektorientiert gearbeitet.

Auch auf anderen, grundlegenden Gebieten ist etwas an der Schule in Bewegung. So entwickelt sich die Elternarbeit weiter. Das Interesse in der Elternschaft ist gewachsen. Das zeigte sich bei einer Initiative des Fördervereins, einem Pflanztag, an dem sich spontan 15 Eltern engagierten und die Schule verschönerten.

Wichtig ist Sersch wie auch Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) ein engeres Zusammenrücken von Schule und Stadt. Beide sehen dort im Gespräch mit dieser Zeitung noch einigen Verbesserungsbedarf auf vielen Ebenen. Das gilt auch mit Blick auf die Vereine, wo es bereits erste Kooperationen mit dem TSV Eintracht Stadtallendorf gibt. Die Schule hat aber noch andere Ideen, beispielsweise eine engere Kooperation mit Feuerwehren und Katastrophenschutz. Ein Konzept entsteht derzeit noch. Das bringt Sersch auf ein wichtiges Thema: „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass Ganztagsangebot auszubauen“, betont er.

Derzeit kann sich die GBS über Zulauf nicht beschweren. Allein in diesem Schuljahr sind 158 Kinder in der fünften Klasse eingeschult worden, die Schule verfügt in der siebten Klasse über einen starken Gymnasialzweig. Ohnehin wird die GBS von den Folgen des demografischen Wandels eher verschont bleiben, wie Schuldezernent Dr. Karsten McGovern bei einem Schulbesuch hervorhebt. „Der Anteil der Kinder aus Stadtallendorf wird immer größer werden. Daher ist die GBS im Schulentwicklungsplan für uns auch eine sehr wichtige Schule“, erläutert er.

Aber der Kreis muss zwangsläufig auch weiter in die Substanz der Schule investieren: In diesem und im nächsten Jahr gibt der Kreis fast drei Millionen Euro für die Sanierung von Schulgebäuden aus. Davon sind die Häuser 7a und 7b in größerem Stil berührt. Dort geht es auch um die vom Kreis forcierte energetische Sanierung, um besseren Brandschutz und Barrierefreiheit.

Christian Somogyi, der die Schule auch als Vater sehr intensiv kennengelernt hat, sieht aber Nachholbedarf bei der Vermarktung der Schule und ihrer Qualitäten nach außen. Dabei stößt er bei Schulleiter Sersch und bei Werner Hesse, dem Vorsitzenden des Fördervereins mit 100 Mitgliedern, auf offene Ohren. „Negativ äußern sich nur Leute, die noch keinen Kontakt zur Schule hatten“, sagt Hesse. Er sieht den Schwerpunkt der Fördervereinsarbeit bei unkomplizierter, direkter Hilfe im Schulalltag und macht sich ebenso für ein stärkeres Zusammenrücken der Schulgemeinde nach innen wie außen stark.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr