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Ostkreis Schule setzt auf einen neuen „Campus G I“
Landkreis Ostkreis Schule setzt auf einen neuen „Campus G I“
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18:16 25.07.2012
Die Grundschule I hat sich geschlossen dafür ausgesprochen, den Standort Nordschule mittelfristig aufzugeben. Am Standort Bärenbachschule müsste dann neu gebaut werden. Foto: Michael Rinde
Stadtallendorf

Die Grundschule I steht von je her vor einer Sondersituation: Sie ist aufgeteilt in die Standorte Nord- und Bärenbachschule in der Philipp-Dux- und in der Niederrheinischen Straße. Beide Gebäude, das der Nordschule stammt aus dem Jahr 1938, haben erheblichen Sanierungsbedarf. Gleichzeitig hat die Grundschule I insgesamt Platzbedarf und beim Landkreis als Schulträger steht ein neuer Schulentwicklungsplan an.

Das zusammengenommen war für die Schulgemeinde der Anlass, selbst aktiv zu werden und eigene Vorstellungen zu formulieren, bevor das möglicherweise andere für sie tun.

Das eigene Konzept ist seit November in einer Zukunftswerkstatt der Schule entstanden. Das Ergebnis: Die Schule hat dem Kreis vorgeschlagen, den Standort Nordschule mittelfristig aufzugeben und dafür das vorhandene Gebäude der Bärenbachschule zu sanieren und zu erweitern oder es durch einen Neubau zu ersetzen. Das erläuterte Michael Bonnard, der Leiter der Grundschule I, gegenüber der OP. Solche Überlegungen sind ohnehin nur möglich, weil die Stadt Stadtallendorf ihr an die Bärenbach-Schule grenzendes Bauhofsgelände in den nächsten Jahren nicht mehr braucht. Es entsteht ein Neubau am Standort des Bauhofs II (diese Zeitung berichtete).

„Für uns ist das eine Chance, die nicht mehr wiederkommt“, betont Bonnard. Ziel der Zukunftswerkstatt sei es gewesen, die Arbeit der Schule räumlich wie auch inhaltlich zu optimieren. Mit ihrem jetzt auf dem Tisch liegenden Vorschlag sieht sich die Schulgemeinde diesem Ziel nahe. Es mache Sinn, das Steuergeld jetzt auf einen Standort zu konzentrieren, wirbt Bonnard für den Plan. Hinter diesem Vorschlag an den Kreis stehen Elternbeirat und Schulkonferenz gleichermaßen. Das Projekt hat auch schon einen Namen: Campus G I.

Aus Sicht der Schule spricht vieles für das Ein-Standort-Konzept: An der Nordschule gibt es keine vergleichbare Erweiterungsmöglichkeiten, wie sie sich jetzt an der Bärenbachschule anzubieten scheinen. Künftig gäbe es keinen Pendelverkehr für Schüler und Lehrer mehr. Die etwa 100 Schüler der Nordschule müssen von je her zum Sportunterricht zur Bärenbachschule gefahren werden. Außerdem wäre dann auch die Ausstattung an einem Ort konzentriert. So gibt es nur eine Schulbibliothek - am Standort Bärenbachschule. Klar ist, dass bei einer Zusammenlegung auch der Schulhof der Bärenbachschule größer werden müsste.

Aber gerade auch inhaltlich sieht Schulleiter Michael Bonnard große Chancen bei einer Zusammenlegung: Die Lehrer haben sehr wohl registriert, dass die Schülerschaften beider Standorte inzwischen mehr und mehr auseinanderdriften.

Auch an der Grundschule I steigt dabei der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund kontinuierlich an. Aktuell liegt er bei insgesamt 54 Prozent. An der Bärenbachschule liegt er bei 60 Prozent von insgesamt 300 Schülern.

Außerdem will die Grundschule I den Weg zur Ganztagsschule einschlagen, die Zahl der Projekte und Angebote erhöhen. Dafür sind in jedem Falle mehr Räume nötig. Auch beim Betreuungsangebot an der Bärenbachschule sind die Grenzen längst erreicht, es gibt lange Wartelisten für die Kinder der ersten und zweiten Klassen.

Mit einem großen, ganz oder teilweise neuen Gebäude und entsprechender Stundenzuweisung wäre auch dieses Problem zu lösen. Aktuell sieht der Schulleiter Bedarf für 100 Betreuungsplätze, 60 sind vorhanden. Eines ist Bonnard bei allen Gedanken an eine Aufgabe des historischen Standorts Nordschule allerdings wichtig: „Wir sind nicht der Meinung, dass das Gebäude ganz aufgegeben und abgerissen werden sollte.“ Er sieht eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel als Versammlungsstätte oder gar als ein Museum?

Beim Kreis liegen die Vorstellungen und Anträge der Grundschule I auf dem Tisch, wie auch Stephan Schienbein, Sprecher der Kreisverwaltung auf Anfrage bestätigt. Es gebe noch viele Fragen, die jetzt mit allen Beteiligten erörtert werden müssten, sagt der Pressesprecher. „Im Mittelpunkt steht für uns die Frage, was für die Kinder und die Schulgemeinde insgesamt das Beste ist“, betont Schienbein. Vor einer Entscheidung, die am Ende der Kreistag treffen muss, seien auch Erörterungen mit dem Stadtallendorfer Bürgermeister wichtig. Schließlich wäre für alle Baupläne städtisches Gelände nötig. Schienbein rechnet „frühestens im Herbst“ mit einer Entscheidung beim Kreis.

Schulleiter Michael Bonnard rechnet, was den Zeitrahmen angeht, insgesamt in Jahren: „Eine Umsetzung in den Jahren 2019 und 2020 halte ich für realistisch.“

von Michael Rinde

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