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Schuldenberg wächst weiter

Großinvestionen Schuldenberg wächst weiter

Stadtallendorfs beschlossene und geplante Großinvestitionen treiben den Schuldenstand möglicherweise auf 31 Millionen Euro.

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Ein Neubau für den städtischen Bauhof ist unumgänglich und beschlossene Sache. Archivfoto

Stadtallendorf. Bürgermeister Christian Somogyi nutzte am Donnerstagabend seine Antrittsrede, um den Stadtverordneten einen aktuellen Überblick über Stadtallendorfs Finanzen zu geben. Die gute Nachricht: Stadtallendorf hat im vergangenen Jahr tatsächlich Schulden abbauen können. Statt des erwarteten Defizits von 14,83 Millionen betrug der Schuldenstand im städtischen Haushalt am Ende 13,06 Millionen Euro.

Hinzu kommen die Schulden der Eigenbetriebe Stadtwerke (1,68 Millionen Euro) und „Dienstleistungen und Immobilien“ (3 Millionen Euro). Unter dem Strich sind das 17,74 Millionen Euro „Miese“ auf den Haushaltskonten. Somogyi führte dem Stadtparlament aber auch vor Augen, was an Investionen noch aussteht: der Neubau des Baubetriebshofes (beschlossen) mit 5 Millionen Euro, die Hallenbadsanierung (beschlossen) mit 6,4 Millionen Euro, der Neubau der Kinderkrippe im Hofwiesenweg (im Bau) mit 1,55 Millionen Euro und mindestens ein Feuerwehrgerätehaus in den nördlichen Stadtteilen (in Planung) mit rund einer Million Euro. Am Ende hätte Stadtallendorf dann 31 Millionen Euro Schulden.

„Die Finanzierung dieses künftigen Schuldenbergs und dessen Abbau werden schwerfallen“, fasste Somogyi zusammen. Der Blick auf die Finanzplanung der nächsten Jahre verschafft dabei wenig Hoffnung. Denn aller Voraussicht nach schafft Stadtallendorf bis 2015 keinen ausgeglichenen Haushalt. Besonders prekär: Von eingenommenen 3,30 Euro Gewerbesteuer muss Stadtallendorf 2,13 Euro für Umlagen abgeben. Allein die Erhöhung der Kreisumlage kostet Stadtallendorf in diesem Jahr zusätzliche 500000 Euro.

von Michael Rinde

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