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Schulden wachsen und Einnahmen sinken

Haushaltsplan Schulden wachsen und Einnahmen sinken

Mehr als 400 Seiten umfasst der Entwurf für den nächsten Haushaltsplan der Stadt Kirchhain, den Bürgermeister Jochen Kirchner am Montagabend dem Parlament vorstellen wird.

Kirchhain. Diese 400 Seiten bergen schwere Kost für die Stadtverordneten, denn der Haushalt hat es in sich: Die Stadt erwirtschaftet im Ergebnishaushalt ein Defizit von 5,9 Millionen Euro. Im Endergebnis bedeutet dies: Kirchhain steht zum Jahresende 2010 mit knapp 28 Millionen Euro in der Kreide.

Zu Beginn dieses Jahres waren es „nur“ rund 18 Millionen Euro. Die Schulden der Stadt steigen unaufhörlich. Besonders schmerzlich: Auf der anderen Seite sinken auch die Einnahmen. An Gewerbesteuereinnahmen rechnet die Stadt mit einem Rückgang von 200.000 Euro, bei der Einkommensteuer sogar mit 700.000 Euro. Auch an Kreis- und Schulumlage wird Kirchhain für 2010 insgesamt eine Million Euro weniger erhalten als noch im Vorjahr.Kirchhain steht damit nicht alleine da.

Nach einer Mitteilung des Städte- und Gemeindebundes schlagen die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die öffentlichen Haushalte bei den Städten und Gemeinden in ganz Hessen stark zu Buche. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes scheint sich der Abschwung aber abzuschwächen. Aber das wird wohl nur ein kleiner Trost für den Kirchhainer Kämmerer sein. Runtergerechnet auf die 17 411 Einwohner der Stadt Kirchhain liegt die Pro-Kopf-Verschuldung im Jahre 2010 bei rund 1.656 Euro.

von Tobias Hirsch

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