Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Schüler erleben einen heißen Tag
Landkreis Ostkreis Schüler erleben einen heißen Tag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:23 09.10.2013
Ein aufregender Moment: In Silberschutzkleidung lässt Schüler Dominick Möller unter Aufsicht von Orhan Cermjani, Gießereimechaniker im vierten Lehrjahr, das 800 Grad heiße Aluminium gleichmäßig in den vorbereiteten Formkasten fließen.Foto: Karin Waldhüter
Stadtallendorf

Einen ganz besonderen Schultag erlebten 25 Schüler der Vorabgangsklassen H8, R9 und G9: Anstatt die Schulbank zu drücken, stampften sie Ölsand in eine Kastenform, um später mit rund 800 Grad heißem Aluminium eine Medaille selbst zu gießen.

Vierzehn Auszubildende der Eisengießerei Fritz Winter und ihre Ausbilder gaben einen praxisnahen Einblick in die Arbeitswelt des Gießereimechanikers und des Technischen Modellbauers. Sie ergänzten die Informationen mit wertvollen Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung.

Erstes Ziel der Veranstaltung, die in dieser Form erstmals an der Georg-Büchner-Schule angeboten wurde, war es, Einblicke, in verschiedene Ausbildungsberufe der Stadtallendorfer Firma Fritz Winter zu geben: „Teilnehmen konnte jeder Schüler, der ernsthaft überlegt, bei der Firma Fritz Winter einen Beruf auszuüben“, berichtete Amanda Chisnell, die Leiterin der Stufen 9 und 10.

Mitgebracht hatten die Mitarbeiter der Firma Fritz Winter zwei kleine Aluminium-Schmelzöfen und die nötige Silberschutzkleidung. Die Schüler kleideten sich wie echte Gießereimitarbeiter und durften auch die Öfen testen. Am Ende hielten sie eine selbstgefertigte Medaille in der Hand, die als Schlüsselanhänger mit nach Hause nehmen durften.

Später demonstrierten die Schüler das Aluminiumgießen auch noch auf dem Schulhof, um so noch mehr Schüler anzusprechen. „Unser Ziel ist es, den Schülern die oft unbekannten Kernberufe der Eisengießerei nahezubringen und dabei das Interesse der Schüler wecken“, verdeutlichte Vincent Schmerberg, Ausbilder der Gießereimechaniker.

Dieter Heiner, Leiter der Produktion, ergänzte noch einen weiteren Punkt: „Wir wollen Schülern, die technisch begabt sind, aber vielleicht nicht so gute Noten haben, die Möglichkeit geben, sich zu zeigen.“ Vorteil sei, dass auch er dann einen Blick „hinter die Noten“ werfen könne.

Schüler Dominick Möller (R9a) aus Hatzbach war von beiden vorgestellten Berufen angetan: „Ich mag handwerkliches Arbeiten, das macht mir Spaß, und ich könnte mir vorstellen, am Ende der Schulzeit einen der Berufe ins Auge zu fassen.“

Dass sich durchaus auch Mädchen für den Beruf des Technischen Modellbauers begeistern können, belegte die Auszubildende Kristin Modes. „Ich will heute den Mädels zeigen, dass dies kein reiner Männerberuf ist“, erklärte sie. Lisa Otte und Lisa Winter, Auszubildende zur Industriekauffrau im dritten Lehrjahr, ergänzten den handwerklichen Teil mit Informationen rund um die Firma Winter und gaben wertvolle Tipps für Bewerbungsgespräche und Bewerbungstests. Die Firma Winter bildet jährlich sechs Gießereimechaniker und vier Technische Modellbauer aus. Zu Ende ging der außergewöhnliche Tag mit einer Besprechung und einem Film über den Beruf des Gießereimechanikers.

von Karin Waldhüter

Die Momberger Umwelt- und Naturschutzgruppe nimmt immer mehr Projekte in Angriff: Einige wollen die Mitglieder noch in diesem Jahr umsetzen, andere stehen auf der Agenda für 2014.

09.10.2013

Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) ist stolz, dass es der kleinen Gemeinde gelungen ist, ihre Wasserversorgung in eigener Regie zu betreiben.

09.10.2013

Eine besondere Kooperation hat eine neue Veranstaltungsreihe entstehen lassen, die sich ein Jahr lang dem Thema "Energie" aus ganz verschiedenen Richtungen nähern will.

11.10.2013
Anzeige