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Ostkreis Schüler erlaufen 9624 Euro
Landkreis Ostkreis Schüler erlaufen 9624 Euro
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18:47 13.11.2015
Mitglieder der DMSG Hessen, der Selbsthilfegruppe, Lehrerin Katrin Beck, Schulleiter Michael Vaupel und Schüler präsentierten Spendenscheck, Urkunde und Plakat. Quelle: Karin Waldhüter
Wohratal

Exakt 9624,57 Euro Spendenerlös kamen beim „Run for help“ zugunsten MS-Kranker zusammen. Das sei eine Leistung, auf die alle 230 Schüler stolz sein könnten, wie Schulleiter Michael Vaupel hervorhob. Zur Bekanntgabe der erlaufenen Summe und der Übergabe des Spendenschecks hatten sich alle Schüler der Mittelpunktschule Wohratal in der Turnhalle versammelt. Ende September waren alle Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse zugunsten von an MS erkrankter Menschen angetreten. Im Vorfeld hatten sich die Schüler Sponsoren gesucht, die eine gewisse Summe für jede gelaufene Runde spendeten.

Der Erlös des Benefizlaufes kommt der Beratungsarbeit sowie Therapieangeboten der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und dem breiten Angebot der MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf zugute. Schulleiter Vaupel überreichte den Spendenscheck an Sylvia Buxmann von der DMSG und Bernd Gökeler, Margret Wimmel und Klaus Homberger von der MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf.

56 Runden um den Schulhof

Für eine so kleine Schule sei dieser Betrag „eine unglaubliche Summe“, sagte Vaupel und würdigte Sportlehrerin Katrin Beck für die Organisation des Laufes. Er bat diejenigen Schüler nach vorne, die sich durch einen besonderen Einsatz ausgezeichnet hatten. Grundschülerin Emily Muth umrundete 37 Mal den Schulhof, Fabian Lauer (Klasse 6a) 51 Mal und Michael Schwarz (9a) und Jannik Seibert (8a) 56 Mal. Sie liefen damit rund 22 Kilometer in 2 Stunden für den guten Zweck. Daniel Junker (9a) hatte mit 600 Euro das meiste Geld erwirtschaftet. Mitglieder der MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf waren beim Benefizlauf vor Ort und hatten die Schüler angefeuert. Torsten Keil und Klaus Müller schafften in einem Gespann aus E-Rollstuhl und angehängtem Faltrollstuhl, trotz Steigungen und glitschiger Rasenfläche 17 Runden. Das schönste Geschenk habe er schon erhalten, sagte Bernd Gökeler. „Als viele von euch nach dem Benefizlauf aus den Bussen heraus uns zugewinkt haben“, sagte Gökeler. In den nächsten Jahren gibt es weitere Spendenläufe.

von Karin Waldhüter